Aua! – Rückgerichtete Aggression tut weh

Weißt du, was eine „rückgerichtete Aggression“ ist? Das hat sich als Begriff etabliert für eine Aggression, deren Ziel sich von „nach vorne“ nach „zurück“ verschiebt. Sprich: Wollte dein Hund eigentlich den Nachbarshund anbrüllen und du fasst ihn (also deinen Hund, nicht den Nachbarshund) unvermittelt an, um ihn zum Beispiel wegzuziehen, dann schnappt dein Hund nach dir statt nach dem Nachbarshund.

Schäferhund in Hundekorb, Bildquelle: Daniela Maletzki (Rückgerichtete Aggression 1.jpg) - Hey-Fiffi.com
Bildquelle: Daniela Maletzki

Und das, obwohl dein Hund dich mag und obwohl ihm ganz sicher nichts ferner liegt als dich beißen zu wollen. Rückgerichtete Aggression kann durch Frust entstehen oder auch durch Schreck oder auch, weil dein Hund mit einer Maßregelung von dir rechnet, wenn du in einer stressigen Situation nach ihm greifst.

Hey Fiffi-Trainerin Daniela Maletzki kennt diese Situationen nur zu gut.

Ihren Schäferhund Chase kennt ihr ja schon aus einigen anderen Podcast-Folgen. Er ist…nun ja… einfach Chase. Er fährt schnell hoch, reagiert dann auch entsprechend über und ist in solchen Situationen nicht immer einfach unter Kontrolle zu bringen. Aber was tun, wenn du einen Hund hast, der zu rückgerichteter Aggression neigt? Nein, du bist dem nicht komplett hilflos ausgeliefert. Du kannst einiges tun. Was das ist und wie du sinnvolle Rituale etablierst, hörst du in unserem heutigen Podcast!

Kommentare

2 Antworten zu „Aua! – Rückgerichtete Aggression tut weh“

  1. KathiundCo

    Das war super informativ. Wir haben da gerade eine neue Baustelle mit unserem 7 Monate alten Junghund. In der Hundeschule (positives Training, kein Kontakt untereinander) ist er super frustriert, dass er nicht mit den anderen spielen kann. Er bellt, wirft sich in die Leine, knurrt. Wenn wir ihn dann festhalten, schnappt er um sich. nicht fest, aber mit fletschen und völlig neben sich. Der Grund ist wirklich totale Frustration.
    Mein Impuls vor dem Buchen einer Einzelstunde ist, keine ganze Stunde mehr in der Hundeschule zu bleiben und auch das Deckentraining wenn andere laufen erstmal zu lassen. ich würde 15 bis 20 minuten bleiben, click für blick. Lieblingsübungen machen und dann gehen. Momentan sollen wir da bleiben und am Alternativverhalten arbeiten. ich finde nur 1 Stunde einfach lang. Oder bin ich da zu mimimi?

    Zuhause üben wir das festhalten aus dem medical training und Impulskontrolle

    1. Liebe Katharina,

      danke für deine Frage.
      Was da sinnvoll ist, können wir aus der Ferne überhaupt nicht sagen, da wir ja die konkrete Situation und deinen Hund nicht kennen.

      Was mir nur so durch den Kopf geht: Ihr macht Deckentraining, während die anderen laufen und spielen? Das scheint mir ein wenig zu viel verlangt zu sein, wenn der Frust dabei so hochkommt. Da wäre doch mehr Abstand besser, oder? Also lieber vom Hundeplatz runtergehen und in größerer Entfernung üben und vor allem bedürfnisbefriedigende Alternativen wählen. Deckentraining während andere Hunde sich bewegen, ist für so einen jungen Hund ultraschwierig. Wäre es da vielleicht besser, statt Deckentraining Alternativverhalten abzufragen, das mit Bewegung und Spiel-Sozialkontakt mit dir zu tun hat? Nur so ein Gedanke.

      Und das, was du schreibst, mit den kürzeren Besuchen, klingt auf jeden Fall nicht unvernünftig. Ob eine Stunde zu lang ist, kann ich aber aus der Ferne wirklich nicht beurteilen :)

      Liebe Grüße
      Sonja vom Hey Fiffi-Team

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert