Muddi, lass mich nicht alleine! Trennungsstress erkennen und behandeln (Teil 1)

Wir präsentieren diesen Film in voller Länge (ca. 28 Minuten), auch für Nicht-Mitglieder!

„Also sprach die Frau Mama: Ich geh fort und du bleibst da.“

Das ist aber leider nicht immer so einfach. Viele Hunde haben ein massives Problem beim Alleinebleiben. Sie zeigen das, indem sie jaulen, bellen, an Türen kratzen oder sogar die Einrichtung zerlegen. Keine leichte Situation für alle Beteiligten.

In unserer zweiteiligen Videoreihe zeigen wir euch, woran ihr Trennungsstress erkennt und wie ihr üben könnt, damit eure Hunde wieder entspannt alleinebleiben.

Im ersten Teil unserer Serie (gehe zu Teil 2) geht es darum, was Trennungsstress ist (und was er nicht ist), was die Ursachen dafür sein können und welche Maßnahmen ihr eher vermeiden solltet.

Und weitere Infos zum Thema bietet der Film „Das geheime Leben der Hunde“ im SWR.

 

Foto- und Filmmaterial:

  • Familie Reis, Sabine Roth, Lara Meiburg Photographie u. a.

About the Author:

Sonja Meiburg
Sonja Meiburg ist seit vielen Jahren Hundetrainerin und war in verschiedenen Vereinen als Ausbilderin tätig (BLV-Ausbilderprüfung 2005). Seit 2006 gibt sie ihr Wissen in ihrer eigenen Hundeschule weiter. Seit 1998 ist sie Clicker-Trainerin. Gelernt hat sie ihr Wissen bei vielen nationalen und internationalen Lehrern, u.a. bei Ute Blaschke-Berthold, Martin Pietralla, Kay Laurence und Mary Ray. Sie setzt den Clicker nicht nur zum Grundgehorsam und für Tricks ein, sondern auch im Hundesport und in der Verhaltenstherapie.   >> mehr über Sonja Meiburg

15 Kommentare

  1. Andrea Lux 14. Oktober 2017 um 8:40 Uhr - Antworten

    Wo finde ich den 2. Teil zum Thema Trennungsangst ?

  2. Andrea Lux 14. Oktober 2017 um 8:41 Uhr - Antworten

    Ich finde euch super und mir wird so viel klar. Habe mich schon angemeldet

  3. Larissa 21. Februar 2018 um 7:41 Uhr - Antworten

    Hallo,
    ich habe Fragen zum Video Trennungsangst.
    Mein Hund hat verschiedene Lieblingsplätze. Muss für das Training mit dem Duftstoff unbedingt 1 fester Platz ausgewählt werden oder kann ich ihm das Stofftuch mit Lavendel überall dort hinlegen, wo er sich grade entspannt (entweder auf der Couch, im Körbchen, unterm Tisch)?
    Die Frage würde sich dann auch auf die Pausenzeiten mit Entspannungsmusik beziehen. Darf ich es überall dort üben, wo mein Hund zur Ruhe findet?
    Vielen Dank im Voraus und liebe Grüße
    Larissa

    • Sonja Meiburg
      Sonja Meiburg 21. Februar 2018 um 7:44 Uhr - Antworten

      Liebe Larissa,

      vielen Dank für deine Frage.

      Den Entspannungsduft und die Musik kannst du überall konditionieren. Es macht aber Sinn, deinem Hund ein, zwei Liegeplätze zu schaffen, auf denen er sich sehr, sehr, sehr wohl fühlt. Es ist nämlich leichter, ein oder zwei Plätze mit Entspannung zu verbinden, als viele Plätze. Wenn dein Hund beim Alleinebleiben ein wenig in Stress gerät, weiß er dann, wohin er sich zurückziehen kann und irrt nicht lange planlos durchs Haus. Er kommt also schneller zur Ruhe, wenn er einen festen Entspannungsplatz hat, auf den er sich freiwillig und gerne zurückzieht.

      Ich hoffe, ich konnte dir deine Frage beantworten.

      Liebe Grüße,
      Sonja

  4. Katja 25. Februar 2018 um 0:15 Uhr - Antworten

    Sehr schöne Herangehensweise, wäre mal ein Versuch wert.

    Hätte aber eine Frage zum Thema Kamera und überwachen. Gibt eine kostengünstige Möglichkeit, die sich nicht nach ca. 20min in den Standby schaltet und damit eine Neueinrichtung verursacht? Habe es bisher mit TeamViewer und nen Handy + Laptop oder Handy + Handy getestet.

    • Sonja Meiburg
      Sonja Meiburg 25. Februar 2018 um 8:57 Uhr - Antworten

      Liebe Katja,

      vielen Dank für deine Frage.
      Bei den technischen Möglichkeiten können wir leider nicht allzu gut helfen, da die schwer vom Equipment und Know-how des Einzelnen abhängen.

      Bei unseren Kunden haben wir gute Erfahrungen mit der Smartfrog-App gemacht. Vielleicht hilft dir das ja schon.

      Liebe Grüße,
      Sonja

  5. Victoria 19. März 2018 um 12:36 Uhr - Antworten

    Liebe Sonja,
    ich habe mir das Video mit Freude angeschaut. Mein Hund bleibt auch nicht so gut alleine. Unser Terrier fängt seit 5 Wochen an, endlich mal ein Körbchen zu nutzen. Wir sind umgezogen und das Körbchen ist ins Schlafzimmer gezogen. Seit dem liegt er auch in seinem Körbchen und kaum noch im Bett. Er geht abends oft freiwillig in Schlafzimmer obwohl ich nebenan sitze. Vom Gefühl würde ich sagen, dass er sich selber seine Ignorierzeit nimmt. Wahrscheinlich kann ich dann schon schneller mit der Musik anfangen oder? Und auch die Zeit etwas schneller ausdehnen?
    Soll ich dann vielleicht auch einfach mal die Tür schließen. Wenn ich im Bad bin und dusche, dann liegt er vor der Tür und wartet, da könnte ich doch auch schon die Abwesenheit trainieren.

    Lieben Dank

    • Sonja Meiburg
      Sonja Meiburg 19. März 2018 um 12:40 Uhr - Antworten

      Liebe Victoria,

      wenn er vor der Tür liegt und wartet, ist er vermutlich nicht wirklich entspannt. Daher würde ich da keine Abwesenheit trainieren. Seinen freiwilligen Aufenthalt im Schlafzimmer kannst du aber durchaus schon mit der Musik oder dem Duft verbinden. Ich würde dann aber mit dem Türenschließen warten, bis du wirklich sicher bist, dass er sich während der Musik und dem Duft entspannt. Und die Türen dann auch nur sehr kurz schließen.

      Ich hoffe, ich konnte dir etwas helfen.

      Liebe Grüße,
      Sonja

      • Victoria 19. März 2018 um 15:03 Uhr - Antworten

        Vielen Lieben Dank. Ich habe das Öl schon gekauft und werde es heute Abend gleich anwenden. Erstmal an den Geruch gewöhnen und dann an die Musik. Aber wenn er aus dem Schlafzimmer dann zu mir ins Wohnzimmer kommt, schenke ich ihm dann Beachtung?
        Ach das ist alles nicht so einfach.

        Liebe Grüße,

        Victoria

        • Sonja Meiburg
          Sonja Meiburg 19. März 2018 um 15:07 Uhr - Antworten

          Ich schwöre, so schwer ist das nicht 😀
          Ein Tüchlein mit ein ganz klein wenig Öl kannst du jedes Mal zu ihm legen, wenn er sich irgendwo entspannt. Da musst du ihn auch nicht die ganze Zeit ignorieren, solltest aber darauf achten, dass er sich möglichst alleine entspannt, damit er die Entspannung nicht automatisch mit deiner Nähe verbindet.

          In einer anderen Trainingssession beginnst du mit der Musik und der Ignorierzeit. Erst nur eine Minute, dann weiter steigern. Und wenn du merkst, dass er während der Ignorierzeit entspannter wird, nimmst du den Duft dazu. Musik und Duft bedeuten dann: Niemand kümmert sich jetzt um mich.

          Und wenn er völlig und komplett entspannt bleibt, auch wenn du ihn eine Stunde lang ignorierst, beginnst du, das Haus wenige Sekunden zu verlassen. Und das steigerst du immer weiter.

          Wird schon werden 😀

          Liebe Grüße,
          Sonja

          • Victoria 19. März 2018 um 15:23 Uhr

            Super! So machen wir das. Ich werde mir heute Abend auch die Sendung in der SWR Mediathek anschauen. Und so ein Terrier ist ja schlau, der lernt das noch. An der Leine angebunden lassen wir ihn sogar 3 Stunden alleine und das ganze ist nicht immer mit jaulen verbunden. Aber glaube er ist nicht voll entspannt und das wünsche ich mir für ihn. Und für mich, denn ich bin auch nicht entspannt, wenn ich ihn dann alleine lassen muss. Danke für die schnellen Antworten und Unterstützung. Wir sind wirklich für jede Idee offen und haben ja nichts zu verlieren. Vorerst zumindest nicht.

            Ganz lieben Dank…

            Victoria

          • Sonja Meiburg
            Sonja Meiburg 19. März 2018 um 15:25 Uhr

            An der Leine angebunden? O.O Uff, mach das bitte nicht!! Das ist eine sehr heftige Einschränkung, die sehr gefährlich werden kann. Bitte gewöhne ihn stattdessen ganz schnell an ein Zimmer, in dem du die Tür schließen kannst oder an eine Box, die groß genug ist. Aber bitte nicht die Leine verwenden. <3

            Du kriegst das hin!

            Liebe Grüße,
            Sonja

  6. Victoria 19. März 2018 um 15:39 Uhr - Antworten

    Das hat unsere Trainerin empfohlen. In jeder Situation, wo er nicht selbstständig runter kommt. Eine Box haben wir auch, da geht er nur nicht gerne rein. Könnte aber die aus dem Auto mit in die Wohnung stellen. Die mag er. Ich mach ihn auch nur am Geschirr fest, damit er nicht mal Hals den Zug hat.
    Ich gewöhne ihn jetzt an den Duft und dann kann er ja auch in der Box mit dem Duft was positives und entspanntes verbinden. Ich möchte ihm ja den Raum geben, den er brauch und auch soll er sich nachher überlegen wo er chillen will, wenn ich nicht da bin. Und wenn es auf meinem Kopfkissen ist, dann ist es eben so. Darf eh ins Bett und aufs Sofa der kleine Prinz.
    So nun genug der Fragen.

    Lieben Dank

    • Sonja Meiburg
      Sonja Meiburg 19. März 2018 um 15:45 Uhr - Antworten

      Mach das bitte nicht. Ich bin ziemlich sicher, dass deine Trainerin nicht gemeint hat, dass er drei Stunden alleine angebunden bleiben soll. Das ist ziemlich gefährlich, denn dabei kann eine Menge passieren. Ja, probier das mal mit der Autobox, aber auch an die muss er in der Wohnung erst vorsichtig gewöhnt werden.

      Mach lieber zu wenig als zu viel, denn „Reparieren“ ist viel schwieriger als „Gleich richtig aufbauen“ 😉

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