Muddi, lass mich nicht alleine! Trennungsstress behandeln

ca. 32 Min.

Inhalt dieses Trainingsvideos

„Also sprach die Frau Mama: Ich geh fort und du bleibst da.“

Das ist aber leider nicht immer so einfach. Viele Hunde haben ein massives Problem beim Alleinebleiben. Sie zeigen das, indem sie jaulen, bellen, an Türen kratzen oder sogar die Einrichtung zerlegen. Keine leichte Situation für alle Beteiligten.

In unserer zweiteiligen Videoreihe von Sonja Meiburg zeigen wir euch, woran ihr Trennungsstress erkennt und wie ihr üben könnt, damit eure Hunde wieder entspannt alleine bleiben. Hier seht ihr den zweiten Teil, in dem es um das eigentliche Training geht. Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung gliedert sich in die Kapitel:

  • Das Training
  • Voraussetzung: Management
  • Erst entspannen, dann allein bleiben
  • Entspannungstraining bedeutet Sicherheit
  • Die Wirkung des Entspannungsdufts
  • Ignorierzeit
  • Ignorierzeit ausdehnen
  • Das Alleinebleiben
  • Was kann schiefgehen?

Viel Spaß beim Üben!

Wir präsentieren diesen Film in voller Länge (knapp 32 Minuten), auch für Nicht-Mitglieder!

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Quellenangabe

  • Teile des Foto- und Filmmaterials: Familie Reis, Sabine Roth, Lara Meiburg Photographie u. a.

Kommentare

105 Antworten zu „Muddi, lass mich nicht alleine! Trennungsstress behandeln“

  1. Anna Fritsch

    Hallo
    Ich habe eine frage…zum Teil wo die Musik mit eingebracht wird…darf ich in der Zeit trotzdem Fernseher schauen?
    Sein lieblingsplatz ist auf der Couch im Wohnzimmer und auch da steht der einzige tv in unserer Wohnung…
    Oder verbindet er dann tv und Musik zusammen?
    Ich könnte den Rekorder direkt neben ihn legen?

    1. Liebe Anna,

      es ist kein Problem, während der Ignorierzeit auch ab und zu den Fernseher einzuschalten. Allerdings sollte das nicht immer der Fall sein, damit der Hund den Fernseher, der ja in Abwesenheit nicht mitläuft, nicht als Zeichen für die Ignorierzeit mitlernt. Wichtiger ist, sich zunächst ruhig zu beschäftigen, so dass wirklich nur die Musik läuft. Ab und an schadet der Fernseher nicht. Da er aber in Abwesenheit nie eingeschaltet wird, behindert er das Lernen eher.

      Ich hoffe, ich konnte dir helfen.

      Liebe Grüße,
      Sonja vom Hey Fiffi-Team

      1. Anna Fritsch

        Okay super tausend dank☺ dann werde ich mich für die kommenden Wochen mal zurück halten mit dem tv

        Ich hab jetzt noch eine Frage…
        Im ersten Teil sagen sie es ist sinnvoll und positiv dem Hund anzusprechen oder zu streicheln wenn man nach Hause kommt…im zweiten Teil sagen sie man soll (insofern der Hund entspannt geblieben ist) den Hund weiterhin ignorieren…also die ignorier Zeit weiter fort setzen…
        Da weiß ich jetzt noch nicht wie ich mich dann Verhalten soll, wenn es denn irgendwann mal so weit kommen sollte

        1. Liebe Anna,

          die Auflösung ist ganz einfach :D

          Das Ansprechen und der Körperkontakt ist dazu gedacht, dass der Hund sich beim Heimkommen möglichst schnell beruhigt und möglichst viel Oxytocin ausschüttet. Das heißt: Ist er aufgeregt, macht es Sinn, ihn möglichst schnell wieder abzuregen.

          Wenn du das Alleinebleiben-Training durchführst, vermindert sich die Aufregung aber. Wenn dein Hund, wenn du nach Hause kommst, nur noch müde den Kopf hebt, brauchst du ihn nicht mehr intensiv begrüßen. Dann kannst du die Ignorierzeit noch etwas länger laufen lassen. Und wie ich im Video auch sage: Ist dein Hund aufgeregt, wenn du nach Hause kommst, beendest du die Ignorierzeit und begrüßt ihn ausgiebig. Ist er allerdings sehr aufgeregt, kann das ein Zeichen dafür sein, dass der Trennungsstress noch andauert. Ein Warnsignal also :)

          Liebe Grüße,
          Sonja

          1. Petra

            Hallo,
            Wie ist das mit der Musik? Wenn ichweggehen, habe i h das Handy, über das die Musik läuft, ja dabei, sprich: Musik ist dann aus…..
            Liebe Grüße
            Petra

          2. Liebe Petra,

            danke für deine Nachricht.
            Es gibt ja noch mehr Möglichkeiten, Musik abzuspielen als nur über das Handy ;) Dann nutzt du am besten eine andere.

            Liebe Grüße,
            Sonja vom Hey Fiffi-Team

      2. Chrisi

        Hallo liebe Sonja,

        mein Hund hat keine Probleme mit dem Allein sein, allerdings mit Menschen/Besuch.
        Wäre es hier sinnvoll ebenfalls diese drei Sachen aufzubauen? Also Entspannungsort, Duft und Musik, um dies dann nutzen zu können, wenn Besuch kommt?
        Oder würde ich mir die aufgebaute Entspannung dann kaputt machen, weil mein Hund bei Besuch sehr aufgeregt ist?
        (Ich muss sie mit einem Türgitter aus dem Raum aussperren, weil sie ansonsten womöglich zum Besuch hinlaufen und schnappen würde)
        Oder gibt es da bessere Methoden für Besuche?

        Viele Grüße
        Chrisi

        1. Liebe Chrisi,

          vielen Dank für deine Nachricht.

          Ja, du kannst unterstützend für Besuch gerne Boxtraining verbunden mit Duft und Musik, um die Situation etwas zu entspannen. Nach einer aufregenden Situation musst du den Ort wie im Video erklärt immer mit Entspannung neu aufladen.
          Allerdings gehört zum Menschen- und Besuchertraining natürlich noch etwas mehr.

          Schau mal hier, hier findest du noch ein paar Tipps:
          https://www.hey-fiffi.com/leinenaggression-beim-hund/

          Ich hoffe, ich konnte dir etwas helfen.

          Liebe Grüße,
          Sonja

  2. Verena

    Hallo,

    ich habe eine Frage zu der Musik. Habe ich es richtig verstanden, dass die Entspannungsmusik auch läuft, wenn der Hund alleine zu Hause ist? Ab wann kann ich die Musik weg lassen? Es wird bestimmt mal Situationen geben, in der der Hund alleine bleiben muss, ich aber keine Entspannungsmusik anstellen kann. Und wie ist es mit dem Entspannungsgeruch? Kann ich den weglassen, wenn mich mein Hund regelmäßig entspannt begrüßt bzw. mir nicht aufgeregt entgegen kommt?

    Liebe Grüße,
    Verena

    1. Liebe Verena,

      ich würde die Musik i m m e r laufen lassen, wenn dein Hund alleine ist. Sie ist das Zeichen für eine sichere, entspannte Ignorierzeit. Außerdem dämpft sie die Geräusche von außen, so dass dein Hund nicht auf jeden Pups anspringt, den er irgendwo hört. Sie gehört dazu. Es ist auch möglich, die Ignorierzeit statt mit Musik mit einem sehr auffälligen Gegenstand (z.B. aufgespannter Regenschirm) zu verbinden. Das ist aber nicht so effektiv, weil der geräuschdämmende und entspannende Effekt wegfällt. Das Gleiche gilt für den Entspannungsgeruch.

      Beides zusammen ist ein Ritual, das den Hund auf das Alleinebleiben vorbereitet und hindurch begleitet. Daher macht es Sinn, beides immer bestehen zu lassen.

      Liebe Grüße,
      Sonja

  3. Verena

    Vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich hoffe, ich kann jedes Mal die Musik anstellen. Ich weiß ja nicht, was in den kommenden Jahren für Situationen kommen werden.
    Liebe Grüße, Verena

  4. Esther

    Hallo!
    Vielen Dank für das tolle Video! Ich habe eine Frage zum Entspannungsduft: Der bevorzugte Rückzugsort meines Hundes ist das Sofa. Häufig liegt er aber auch an anderen Orten in der Wohnung auf dem Boden und döst. Kann ich in diesen Momenten auch die Entspannung über den Duft trainieren oder sollte das wirklich nur passieren, wenn er auf dem Sofa liegt?

    Danke und viele Grüße,
    Esther

    1. Liebe Esther,

      vielen Dank für deine Frage.

      Du kannst den Entspannungsduft auch unabhängig vom Sofa aufbauen, solltest ihn aber so oft wie möglich mit dem Sofa in Verbindung bringen, wenn das der bevorzugte Liegeplatz deines Hundes ist. Er soll ja automatisch seinen Rückzugsort aufsuchen, wenn er sich entspannen möchte und da macht es Sinn, das Sofa ganz besonders hervorzuheben.

      Ich hoffe, ich konnte dir helfen.

      Liebe Grüße,
      Sonja

      1. Esther

        Hallo Sonja,

        ok, verstehe, du konntest mir sehr weiterhelfen. Vielen Dank für die schnelle Antwort! Mir kam nun noch eine Frage zum Rückzugsort: In der Wohnung gibt es prinzipiell 2 Rückzugsorte, die der Hund sehr gut annimmt und auf denen er sich wohlfühlt (Sofa und seine „Höhle“ in einem ruhigeren, anderen Zimmer). Perspektivisch fände ich es toll, wenn für den Hund beide Orte als Rückzugsort konditioniert werden. Ist das möglich? Oder stiftet das zu viel Verwirrung? Das Sofa ist ab und zu auch mal Schlafgelegenheit für Besuch und da stelle ich es mir praktisch vor ihm einen Ausweichort zu bieten, den er genau so mit Entspannung verknüpft.

        Viele Grüße,
        Esther

        1. Liebe Esther,

          du kannst auch zwei Liegeplätze mit Entspannung verbinden. Das ist kein Problem :)

          Liebe Grüße,
          Sonja

          1. Esther

            Liebe Sonja,

            ok dann machen wir uns mal ans Training. Vielen Dank für die tollen Tipps!

            Viele Grüße,
            Esther

          2. Esther

            Liebe Sonja,
            zunächst eine technische Frage: Kann es sein, dass man die Kommentare unter dem Video nicht sehen kann, wenn man in seinen Account eingeloggt ist?

            Mir ist nach einigen Wochen eine neue Frage aufgekommen: Mein Hund nimmt seine 2 Ruheplätze gut an, liegt aber auch gern mal auf dem blanken Boden. Zur Zeit steigere ich die Ignorierzeiten und die Alleinsein-Zeiten und filme ihn dabei. Er ist grundsätzlich sehr entspannt dabei, steht aber auch mal auf – läuft zum anderen Ruheplatz – läuft zu Tür und schaut dort – legt sich dann wieder aufs Sofa und döst weiter. Ist das ok? Irgendwie denke ich, dass es ja auch normal ist, dass er sich mal in der Wohnung bewegt, Hauptsache er kann sich danach wieder entspannt hinlegen. Oder ist auch ein zur Tür gehen und kurz schauen schon ein Signal, die Zeiten nochmal runterzuschrauben?

            Viele Grüße,
            Esther

          3. Liebe Esther,

            zunächst zu deiner technischen Frage. Es ist so: Wenn du eingeloggt bist, siehst du alle Kommentare, die eingeloggte Mitglieder geschrieben haben. Wenn du ausgeloggt bist, siehst du alle Kommentare, die von nicht-angemeldeten Usern geschrieben wurden :)

            Zu deiner Alleinebleiben-Frage: Dein Hund darf selbstverständlich jederzeit die Ruheplätze wechseln oder auch mal an die Tür gehen, um zu schauen, ob da was Interessantes passiert oder ob du wieder nach Hause kommst. Er muss nicht den ganzen Tag wie angewurzelt in seinem Körbchen liegenbleiben. Hauptsache, er ist entspannt dabei :D

            Ich hoffe, ich konnte dir helfen.

            Liebe Grüße,
            Sonja

          4. Esther

            Liebe Sonja,
            ja, das konntest Du, vielen Dank! Für mich ist es noch etwas schwierig einzuschätzen, welches Verhalten noch völlig im Rahmen ist und ab wann der Hund Stress bekommt. Deshalb ist Eure Kommentarfunktion für Fragen sehr toll und hilfreich!

            Viele Grüße,
            Esther

          5. Da hilft nur Beobachten :D

            Ich freu mich, dass ich dir helfen konnte!

            Liebe Grüße,
            Sonja

        2. Hülya

          Hallo liebes Team, vielen Dank für die tolle Erklärung! Das ist mal was anderes als das, was mir sonst so erzählt wird und es klingt viel schöner. Lavendel wurde als Duft angenommen, die Kleine liegt schon mit dem Gesicht halb auf der Decke. Zudem habe ich einen Lichtwecker als physisches Zeichen, wenn Ignorierzeit ist. Musik kommt noch, habe ich erst neu erfahren. Der Ruheplatz ist mein Schlafzimmer, da schläft sie auch Nachts auf dem Boden in ihrer Wolke. Wenn ich im Zimmer bin schläft sie oder döst und das sogar für Stunden. Manchmal mache ich hier im Zimmer Home Office. Sie will dann auch keine Aufmerksamkeit. Sobald ich aber aufstehe, geht ihr Kopf hoch. Und auch der Körper, sogar nur, wenn ich mich im Raum bewege. Wenn ich dann aus dem Zimmer gehe, fängt das Fiepen an. Und das hat sie – bevor ich Eure Anleitung gefunden habe – auch wirklich lange durchgehalten. Mit 3/4 Monaten blieb sie schon teilweise 2-3h alleine im Schlafzimmer und hat ihren Mittagsschlaf hier gemacht. Seit dem Zahnwechsel, gepaart mit Magen-Darm, ist es so wie oben beschrieben. Sie ist jetzt ca 7 Monate.

          Habt Ihr Tipps! Sorry für den langen Post, ich bin etwas hilflos :-) danke!

          1. liebe hülya,

            danke für deine nachricht.

            liest sich so, als hätte deine hündin die entspannung schon gut angenommen. jetzt geht es darum, das eigentliche alleinebleiben aufzubauen.
            schau dir nochmal das zweite video an, da ist das gut erklärt. du fängst jetzt an, dich im haus immer mal wieder zu bewegen, während die ignorierzeit läuft. immer nur so, dass deine hündin dabei entspannt ist und nicht fiept. dafür immer wieder so oft, bis sie entspannt bleiben kann. erst dann gehst du einen schritt weiter.

            du baust jetzt also das bewegen im haus und später auch das rausgehen mit ein.

            ich hoffe, ich konnte dir helfen.

            liebe grüße,
            sonja

      2. Antje Germann

        Liebe Sonja,
        Wir haben das Entspannungstraining soweit gut aufgebaut. Es klappt schon morgens nach der ersten Gassi Runde, die wir sehr kurz halten, schon bis zu 2h das er entspannt mit Duft und Musik in seinem Körbchen liegt. Ich kann mich auch frei bewegen, alles soweit gut. Aber sobald ich die Tür zum hinausgehen öffne, ist alles für die Katz. Ich beende dann die Ignorierzeit wie empfohlen, aber komme dann keinesfalls dazu das Haus zu verlassen, ohne das er total unter Strom steht und an der Tür kratzt und jault und bellt. Auch nicht in kleinen Schritten. Ich muss dazu sagen, das er ein Angsthund aus dem Tierschutz ist. Ich würde mich über einen Tip freuen.
        LG Antje

        1. Liebe Antje,

          danke für deine Frage.

          Dann ist dein Aufbau schon mal richtig prima, wenn dein Hund zwei Stunden ruhig bleibt, auch wenn du dich im Haus bewegst.
          Jetzt musst du nur noch den Schritt zwischen „Tür auf“ und „Aus der Tür rausgehen“ hinkriegen. Da die Tür für deinen Hund der Trigger für große Aufregung zu sein scheint (so aus der Ferne vermutet), würde ich das sehr kleinschrittig angehen.

          Das heißt: Ignorierzeit einläuten, zur Haustür gehen, Haustür öffnen, Haustür schließen ohne rauszugehen, weiter im Haus herumlaufen. Ignorierzeit nur beenden, wenn du merkst, dass dein Hund wirklich Angst hat und nicht mehr von alleine runterfahren kann. Schau mal, ob dein Hund nach der ersten Aufregung wieder zur Ruhe kommen kann.

          Das baust du dann immer weiter aus, bis du sekundenweise rausgehst und dann wieder reinkommst. Du kannst das während einer Ignorierzeit öfters durchführen, unter der Voraussetzung, dass dein Hund sich wieder beruhigen kann.

          Ich hoffe, ich konnte dir helfen.

          Liebe Grüße,
          Sonja

  5. Katja

    Hallo,
    ich habe eine Frage. Ich habe erst einen Rückzugsort (Box) aufgebaut, den er mit Ignorierzeit verbindet. Da kann er entspannt 2-3h Stunden schlafen während ich außer Sichtweite im anderen Raum bin. Erst jetzt bauen wir den Entspannungsduft und die Musik mit ein. Entspannungsduft kennt er nun seit 1 Woche ca. Soll ich einfach den Duft und die Musik hinzufügen und sonst alles so machen wie immer? Oder muss ich nochmal von ganz vorne beginnen wie im Video?
    Der Rückzugsort an sich ist schon immer eine Entspannung für ihn. Wir haben ihm aber angewöhnt, dass er da auch immer was zu knabbern bekommt und er dann quasi danach schläft.

    Jetzt frage ich mich: wenn ich nun die Wohnung verlasse. Wie mache ich das. Bisher habe ich ihm immer was zu Knabbern auf seinem Ruheplatz gegeben und dann „Tschüß“ gesagt und bin gegangen. Soll ich das weiterhin so machen? Oder soll ich vorher in der Wohnung noch Ignorierzeit absitzen und dann erst gehen? Soll ich das „tschüß“ weiter verwenden oder nicht? Er hat sich leider so an den Kauartikel gewöhnt, dass er den Kauartikel braucht im Moment wo ich die Wohnung verlasse. Ansonsten ist er gestresst.

    Zurückkommen ist kein Problem bei uns. Da kann ich sogar die Ignorierzeit noch länger aussitzen. Er ist dann ganz entspannt und nicht aufgeregt.

    LG Katja

    1. Liebe Katja,

      das klingt doch schon super!

      Musik und Duft kannst du einfach hinzufügen, wenn du möchtest. Der Duft ist eh nur dazu da, die bei deinem Hund sowieso schon vorhandene Entspannung zu vertiefen. Und die Musik hilft nicht nur beim Entspannen, sondern auch dabei, Geräusche von außen etwas zu dämpfen.

      Das bisherige Ritual würde ich, wenn es für deinen Hund mit Ruhe und nicht mit „Oh, die Muddi geht, ich hab Angst!“ verbunden ist, unbedingt weiter behalten :D Du kannst wie bisher dann auch einfach gehen und musst nicht die Ignorierzeit bis zum Ende absitzen.

      Und wenn er entspannt ist, wenn du nach Hause kommst, ist das absolut perfekt!

      Ich hoffe, ich konnte deine Fragen beantworten.

      Liebe Grüße,
      Sonja

  6. Karin

    Hallo,ich habe eine hündin die mir meist folgt.meine hündin hat ihre rückzugszone sehr oft nah dort, wo auch ich bin.wenn ich den ort wechsel, wechselt sie ihn auch.wo soll ich das entspannungstuch aufbauen? Überall wo sie zur enstpannung kommt? Fürs künftige alleinsein wäre es toll wenn sie möglichst weit weg von der haustüre (wegen evtl. aussengeräuschen) ihre sicherheitszone hätte.kann ich das fördern?also zum einen weniger nachlaufen, zum anderen sicherheitszone möglichst weit weg von der haustüre.du meintest ja man soll die wahl der sicherheitszone dem hund überlassen, wenn er aber keinen lieblingsplatz hat…lg karin

    1. Liebe Karin,

      wenn dein Hund keinen Lieblingsplatz hat, könnte es auch daran liegen, dass sie keinen wirklich richtig dolle gemütlichen Ort für sich hat. Also einen, wo sie sich irre wahnsinnig wohlfühlt. Ein Ort, der (ja nach Vorlieben des Hundes) superkuschelig gepolstert ist. Der groß genug ist. Von wo aus sie alles im Blick haben kann, aber nicht dauernd gestört wird. Manche Hunde finden etwas Höhlenartiges toll. Manche liegen nicht gerne an der kalten Wand, sondern hätten gerne ein paar zusammengerollte Decken zwischen sich und der kalten Hauswand.

      Versuch doch mal, ob du deiner Hündin einen neuen Liegeplatz schaffen kannst. Schau mal, wie sie am liebsten liegt: Weich? Eher etwas härter? Warm? Erhöht? Und aus den Informationen heraus bastelst du ihr einen Platz, zu dem sie nicht „Nein“ sagen kann. ;) Und erst danach startest du das Training.

      Liebe Grüße,
      Sonja

    2. Chrissy

      Ich plane einen Galgo aus Spanien zu adoptieren bzw. Ihn erstmal auf Pflegestelle zu nehmen. Macht es Sinn dieses Training gleich am Anfang zu etablieren, oder sollte man ihn erstmal ein paar Wochen ankommen lassen? Außerdem bin ich mind. 2 Monate komplett zu Hause wenn er kommt. Wie löse ich das damit er danach nicht aus allen Wolken fällt. Reicht dieses Training da aus?

      1. Liebe Chrissy,

        vielen Dank für deine Nachricht.

        Ein Hund sollte zunächst einmal Zeit bekommen, sich einzuleben und Vertrauen zu fassen. Das macht das Training viel leichter.

        Wenn du sowieso daheim bist, kannst du dann nach der Eingewöhnungszeit mit dem Training beginnen. Das Entspannungstraining und die Ignorierzeit sind ja schnell aufgebaut. Und wenn du die Ignorierzeit nach und nach so weit (und zu der Tageszeit) ausdehnst, wie du arbeiten gehst, fällt deinem Hund auch das Alleinebleiben später einfacher. Es macht dennoch Sinn, sich auch schon mal einen Plan B zu überlegen, denn es kann natürlich passieren, dass dein Hund Baustellen mitbringt, die das Alleinebleiben erschweren. Da ist es immer gut, wenn man sich gleich vorab schon mal Gedanken darum macht, was man tut, falls der Hund nicht gut oder nicht so schnell zuverlässig alleinebleiben kann.

        Ich hoffe, ich konnte dir helfen.

        Liebe Grüße,
        Sonja

  7. Melanie

    Ich habe auch eine Frage zur Musik. Ich lasse wahnsinnig oft (fast täglich) leise Entspannungsmusik für Hunde laufen, während ich arbeite und per Kopfhörer Hörbücher höre. Wie mache ich das dann, dass die Musik trotzdem zum Signal wird?

    1. Liebe Melanie,

      wenn du Musik laufen lässt, während du arbeitest, ist das ja eigentlich schon eine Ignorierzeit, in der die Hunde entspannen. Du kannst das einfach ausbauen. Wenn du die Ignorierzeit für die Hunde deutlich einläutest und sie während der Entspannungsmusik wirklich ignorierst, kannst du die Musik auch zum Alleinebleiben verwenden. Bau das einfach weiter aus wie im Video beschrieben. Sprich: Du läutest die Ignorierzeit ein und wenn deine Hunde dann schon entspannen können, kannst du schon anfangen, dabei im Haus herumzugehen, Türen hinter dir zu schließen und gleich wieder zu öffnen, mal kurz das Haus zu verlassen und so weiter.

      Ich hoffe, ich konnte dir helfen.

      Liebe Grüße,
      Sonja

      1. Melanie

        Das ist ja toll! Dankeschön!

  8. Lis

    So ein tolles Video, Mal anders als was ich überall sonst gelesen habe und werde sofort nachher los mir ein Duft zu besorgen. Vielen Dank erstmal!!

    Oben steht ja schon die Frage, was wenn der hund kein Lieblingsplatz hat…. Bei mein Kleinpudel ist es so, er hat mehrere Lieblingsplätze, quasi in jedes Zimmer eins. Meist liegt er auf dem Teppich vor der Couch, oder in sein Hundebox im Schlafzimmer, liegt aber auch eher daran wo ich mich aufhalte, dort legt er sich dann hin. Macht es Sinn einfach beide als Rückzugsort zu trainieren, oder lieber anfangs nur eins? Und da er Büro-Hund ist, hat er so zu sagen auch ein dritter Ort wo er es lernen soll….

    2er Frage; Bei uns läuft tagsüber fast immer Musik, merkt ein Hund der Unterschied wenn wir ne ganz bestimmte musikart (zb. Piano Musik die sonst nicht läuft) auswählen für die ignorierzeit, oder besser während der Trainingszeit dann halt kein Musik laufen lassen wenn nicht ignorierzeit ist?

    1. Liebe Lis,

      vielen Dank für dein Lob! Das freut uns sehr :)

      Zu deinen Fragen: Du kannst einfach mit mehreren Rückzugsorten trainieren. Es ist auch kein Problem, wenn er von einem Liegeplatz zu einem anderen wechselt. Hauptsache, er bleibt dabei entspannt.

      Zur Musik: Ja, es macht Sinn, eine sehr markante, ruhige Musik zu wählen, die sich von eurer üblichen Musik stark unterscheidet. Außerdem könntest du es so gestalten, dass du vor der Entspannungsmusik zunächst kurz die übliche Musik unterbrichst und für ein paar Minuten Stille sorgst. So nimmt er die „neue“ Musik bewusst wahr.

      Ich hoffe, ich konnte dir helfen.

      Liebe Grüße,
      Sonja

  9. Katja

    Hallo Sonja,
    ein sehr toller Ansatz und mal ganz anders als man sonst so liest und hört, vielleicht schaffen wir es damit, dass mein Hund endlich entspannt alleine bleibt.

    Ich lerne seit längerem von zu Hause aus und während dieser Zeit schläft mein Hund immer und wird quasi ignoriert, das stellt also quasi schon die Ignorierzeit dar, während der er auch beim kurzen Verlassen des Zimmers liegen oft liegen bleibt. Kann ich dann dazu einfach jetzt noch die Musik und den Entspannungsduft hinzufügen oder müsste ich das anders aufbauen? Denn ein klares Signal habe ich noch nicht eingeführt…

    1. liebe katja,

      ja, das kannst du tun. läute die ignorierzeit, die du eh machst, mit musik ein und lege den duft dazu, wenn dein hund entspannt.

      du solltest die ignorierzeit aber auch zu anderen tageszeiten durchführen. vor allem zu den zeiten, zu denen dein hund später alleine bleiben soll.

      ich hoffe, ich konnte dir helfen.

      liebe grüße,
      sonja

  10. Susann Renner

    Hallo Sonja,
    wie mache ich das Training, wenn ich drei Hunde habe?
    Wir haben einen 12 jährigen Westie, einen fast 2 1/2 jährigen Mischlingsrüden aus Griechenland und seit letzten August unsere Hündin Ruby aus Portugal, die im März ein Jahr alt wird. Sie ist es, die alles zerkaut, wenn sie alleine ist.

    1. Liebe Susanne,

      du gehst genau so vor, wie du auch mit einen Hund arbeiten würdest und richtest dich dabei nach dem „Problemfall“.

      Liebe Grüße,
      Sonja

  11. Eleni

    Ein tolles Video und alles super erklärt. Bevor ich mit dem Training anfange hätte ich eine Frage. Unser Hund hat viele Möglichkeiten zum sich hinlegen (Hundebett, Matratze, Kissen, Box, Sofa, Bett) welche er auch nutzt. Zum richtig schlafen legt er sich aber immer auf den blanken Boden. Auch nachts, da am liebsten direkt noch an der Wand. Wie soll ich da sein Ruheplatz am Besten einrichten?

    1. Grüß dich,

      danke für deine Frage. Beobachte mal deinen Hund, wie und wo er so richtig tiefenentspannt zur Ruhe kommt. Und dann baust du genau diese Art Ruheplatz nach. Also entweder auf der Matratze oder wirklich auf dem blanken Boden :)

      Liebe Grüße
      Sonja

  12. Maren Beckmann

    Hallo! Erst einmal vielen Dank für die beiden tollen Videos. Meine alte Hundedame hat plötzlich großen Stress beim Alleinesein (körperliche Beschwerden sind ausgeschlossen) und nun möchte ich mit ihr euer Training starten. Ich habe eine Box für sie aufgestellt. Darin liegt ihr Körbchen, in dem sie gerne liegt. Dazu nun 3 Fragen: 1) Im Video ist die Box zeitweise zu und dann wieder offen. Ich habe auch überlegt, die Box zu schließen – mein Gefühl sagt mir, dass es ihr dann leichter fällt, dort zu verweilen. Andererseits würde das zu Frage 2 führen: 2) Im Sommer ist es häufiger so, dass sie sich zeitweise gern auf den blanken Boden legt, weil es ihr zu warm ist. Außerdem stünde ihr in der Box ja auch kein Wasser zur Verfügung… Daher bin ich mir nicht sicher, ob ich mit offener oder geschlossener Box üben soll. Oder besser abwechselnd beides? 3) Im Video ist der Relaxodog zu sehen. Ist der bei euch die Musikquelle?
    Vielen Dank und viele Grüße!

    1. Liebe Maren,

      vielen Dank für deine Fragen. Ich versuche mal, sie der Reihe nach zu beantworten.

      1. Vielleicht versuchst du zunächst, die Boxentür nur anzulehnen. Dann siehst du wie sie reagiert und sie kann, wenn ihr das unangenehm ist, die Tür jederzeit selbst öffnen.

      2. Wenn die Box zu klein ist für Wasser und die Möglichkeit, auch mal kühl zu liegen, empfehlen wir eine größere Box.

      3. Der Relaxodog kann eine Musikquelle sein, aber es geht auch alles andere, was Musik macht :D

      Ich hoffe, ich konnte deine Fragen beantworten.

      Liebe Grüße,
      Sonja

  13. Franzi

    Hallo :)
    Wir gewöhnen unseren Hund gerade an den Duft. Allerdings bellt sie wenn sie etwas im Treppenhaus hört. Auch oft von ihrem Platz aus wenn das Tuch neben ihr liegt. Meistens beruhigt sie sich relativ schnell wieder. Sollen wir das Tuch jedes mal weg nehmen? Besteht die Gefahr, dass sie den Duft mit der Kläfferei in Verbindung bringt? Sollten wir ihr das Bellen erst abgewöhnen oder können wir das Tuch bei ihr liegen lassen, solange sie nicht aufsteht? Danke!!

    1. Liebe Franzi,

      danke für deine Frage. Sobald dein Hund sich wegen irgendetwas aufregt, solltest du das Tuch unbedingt wegnehmen und das Fenster öffnen, damit sie den Duft nicht mit der Aufregung verbindet. Es kommt nicht darauf an, ob sie liegenbleibt oder nicht. Es kommt darauf an, dass sie entspannt ist. Und wenn sie bellt, ist sie auf jeden Fall nicht entspannt ;) Es könnte sogar sein, dass sie bereits vor ihrem Gebell schon nicht wirklich entspannt ist, denn sonst würde sie vielleicht gar nicht bellen ;)

      Du musst ihr für die Entspannung das Bellen nicht „abgewöhnen“, sondern den Duft nur dann benutzen, wenn sie wirklich entspannt ist. Aber: Bitte achte darauf, dass du ihr das Bellen nicht durch aversive Maßnahmen „abgewöhnst“, denn die sorgen meist dafür, dass der Hund noch unentspannter wird. Achte darauf, dass du ihr Verhalten freundlich unterbrichst und dafür sorgst, dass sie auch entspannen kann, wenn im Treppenhaus etwas los ist :)

      Liebe Grüße,
      Sonja vom Hey Fiffi-Team

      1. Franzi

        Vielen Dank für deine Antwort!
        Wie genau kann ich dafür sorgen, dass sie sich auch bei Geräuschen im Treppenhaus entspannt? Manchmal pusht sie sich ganz schön hoch und ich bin mir immer unsicher wie wir uns am besten verhalten sollten. Vor allem wenn sie dann alleine ist, sollte sie das ja nicht mehr machen.

        1. Liebe Franzi,

          im Endeffekt unterbrichst du ihr Verhalten auf eine nette Weise und bringst ihr bei, sich etwas mehr zu entspannen. Wie Entspannungstraining geht, weißt du ja schon. Das Gebell im Treppenhaus kannst du ähnlich aufbauen wie in unserem Video hier:
          https://www.hey-fiffi.com/alltagshilfen/tuerklingeltraining/
          Das Prinzip ist dasselbe :)

          Liebe Grüße,
          Sonja

  14. Ellen

    Hallo, was soll ich denn machen, wenn mein Hund generell in der Wohnung brav ins Körbchen geht und sich entspannt, aber trotzdem extreme Trennungsangst hat? Wir hatten ein traumatisches Erlebnis mit einem hundehassenden Nachbarn, der sich bemüht hat sie zu verängstigen, und jetzt kläfft sie bei jedem Geräusch, aber eben nur, wenn sie alleine ist. So nach dem Motto „Aha! Wenn ich belle, dann ist das Monster draußen gleich weg!“. Wir sind inzwischen natürlich umgezogen, aber zuerst dachte ich, dass es sich um einen normalen Menschen handelt, dem eventuell das kurze Anschlagen, wenn jetzt der Postler Sturm läutet zu viel ist. (Sie hat nicht einmal das getan, aber ich hab vermutet, dass es daran liegen könnte, weil sie alleine bleiben gewohnt und immer sehr leise war – auch auf Aufnahmen) Ich habe dann eben auf so einer Aufnahme gehört, wie so lange Sturm geklingelt wurde bis der Hund angeschlagen hat und das war wirklich lange. Daraufhin habe ich dann die Klingel abgenommen, woraufhin der Herr Nachbar gegen die Tür getreten hat und schließlich in seiner Wohnung nebenan gewütet hat. Als ich dann erkannt habe, was da los ist, habe ich meinen Hund natürlich gar nicht mehr alleine gelassen, aber der Schaden war gemacht…und jetzt hat sie furchtbare Angst, wenn ich auf die Uni gehe. Ich werde auf jeden Fall das mit dem Tuch machen und auch Entspannungsmusik einführen. Nur, das mit dem Ignorieren kennt sie ja. Das ist sie gewohnt…ich muss ja auch lernen. ;-) Beziehungsweise war sie immer ein sehr braver Hund, nach der Eingewöhnungszeit. Leider aber auch sehr ängstlich – sie war ein Straßenhund und wir sind wirklich weit gekommen. Aber das bekomme ich nicht mehr raus und wir sind jetzt schon 3x umgezogen wegen dem Ungustl…und ich verstehe es ja auch. Ich mag ehrlich gesagt auch nicht neben einem bellenden Hund wohnen. Mir war auch immer wichtig, dass sie leise ist. Sie hat auch nie Alarm schlagen dürfen, wenn jemand geläutet hat. Vor dem Vorfall mit dem bösen Nachbarn war sie der leiseste, verlässlichste und bravste Hund, den ich kenne. Belegt durch etliche Tonaufnahmen – wie nun auch das Gegenteil.

    1. Liebe Ellen,

      vielen Dank für deine Frage.

      Nach einem traumatischen Erlebnis würde ich, wenn es notwendig ist (und bei euch scheint es notwendig zu sein), das Alleinebleiben noch einmal ganz von vorne so aufbauen, wie es im Video beschrieben wird. Also von vornerehein noch einmal richtig und intensiv mit Entspannung verbinden.

      Zusätzlich denke ich, dass es Sinn macht, den Hund in der Wohnung so zu halten, dass sie nicht im Flur liegt, sondern zum Beispiel im Wohnzimmer. Dort empfehle ich, ruhige Musik laufen zu lassen. Beide Maßnahmen sorgen dafür, dass sie nicht mehr so viele Geräusche mitbekommt, so dass sie ruhiger bleiben kann.

      Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen.

      Liebe Grüße,
      Sonja

  15. Sandra

    Hallo!
    Wir haben eine schwere Herausforderung, von der man uns nichts gesagt hat. Mein Partner und ich haben einen 2 jährigen Rüden aus dem Tierheim adoptiert. Wir haben uns die erste Woche ohnehin Urlaub genommen, damit er sich einmal richtig eingewöhnen kann. Man sagte uns, er könne ggf. „stundenweise“ (max. 2 Stunden, wenn überhaupt) alleine bleiben.
    Es stellte sich leider heraus, dass er GAR nicht alleine bleiben kann. Nicht einmal eine Minute zum auf die Toilette gehen – selbst dann macht er, sofern die Badezimmertür geschlossen wird – schon in die Wohnung… wir wissen nicht mehr weiter.
    Wir haben uns die Videos angesehen und verzweifeln noch mehr. Wir müssen beide arbeiten gehen, mein Partner kann ihn nur ab und zu zur Arbeit mitnehmen und ansonsten müsste er mindestens 3 Stunden bei mir alleine Zuhause bleiben können, damit wir das kombiniert kriegen.

    Wir wollen den Hund nicht auf- oder abgeben. Aber wie können wir ein derart kleinschrittiges, intensives Training mit Vollzeit-Arbeit verbinden?
    Hinzu kommt, dass der Hund noch nicht einmal einen festen Platz hat. Er schläft entspannt – mal im Schlafzimmer neben dem Bett, mal auf der Couch, mal unterm Wohnzimmertisch und mal mittig im Wohnzimmer (wo er alles im Blick hat). Steht man auf, will er mit. Bringt man den Müll weg, pinkelt er schon. Duschen kann ich nicht mal, ohne dass die Badtür zumindest angelehnt sein muss.

    Hilfe.
    Gibt es überhaupt eine Möglichkeit, dass wir das alleine hinbekommen oder kommen wir da nicht ohne professionelle Hilfe weiter?

    1. Liebe Sandra,

      danke für deine Nachricht. Ich kann mir gut vorstellen, wie verzweifelt ihr gerade sein müsst.
      Direkt vorab: Das Verhalten ist nicht ungewöhnlich. Selbst wenn der Hund vorher zwei Stunden alleinebleiben konnte, heißt das ja nicht, dass er das in einer neuen Umgebung, in der er niemanden kennt, wo er sich nicht auskennt und total verunsichert ist, dennoch kann. Hunde brauchen oft Monate, um sich an eine neue Umgebung zu gewöhnen und zu verstehen, dass sie dort zu Hause sind und so viel Ruhe entwickeln, dass das Alleinebleiben problemlos funktioniert. Eine Woche reicht da absolut nicht aus und ehrlich gesagt: So etwas weiß ein Tierschutzverein normalerweise.

      Hat sich der Hund erst einmal eingewöhnt und kommt zur Ruhe, ist es mit dem entsprechenden, kleinschrittigen Training in der Regel kein Problem, ihn daran zu gewöhnen, drei Stunden alleine zu bleiben. Eine Woche ist weder zum Eingewöhnen noch zum Training ausreichend Zeit.

      An eurer Stelle, denke ich, würde ich die Woche weniger in Training investieren, sondern lieber versuchen, einen passenden Hundesitter zu finden. Das nimmt den Druck ein wenig raus.

      Ich hoffe, ich konnte euch etwas helfen.

      Liebe Grüße,
      Sonja vom Hey Fiffi-Team

  16. Brigitte Junge

    Hallo Sonja, vielen Dank für die schönen Impulse. Mit dem üblichen Training- einfach weggehen und verlängern mit Radio an ohne irgendetwas vorher konditioniert zu haben – sind wir sehr schnell an Grenzen gestoßen. 15 Minuten hat mein Hund ausgehalten, danach hat er sich immer weiter in den Stress reingesteigert – Sphinxhaltung, hecheln, sabbern, rumtigern … . Dann kam Corona und ich habe von zuhause gearbeitet und habe das Training auch aus diesem Grund abgebrochen. Jetzt wagen wir mit der von Dir beschriebenen Methode einen neuen Versuch.
    Meine Frage dazu ist: bedeutet ignorieren das übliche nicht berühren, nicht ansehen, nicht ansprechen ? Was wertet der Hund am ehesten als ignoriert werden ?
    lg Brigitte mit Charlie

    1. Liebe Brigitte,

      vielen Dank für deine Nachricht.

      „Ignorieren“ bedeutet tatsächlich das Übliche. Nicht ansprechen, nicht ansehen, nicht berühren.
      Wichtig: Zum einen muss dein Hund den Unterschied zwischen Ignorieren und Nicht-Ignorieren tatsächlich erkennen. Du solltest also vor und nach der Ignorierzeit auf eine ruhige Weise mit ihm interagieren und während der Ignorierzeit nicht.
      Zweitens: Achte darauf, ob dein Hund sich wohlfühlt. Wenn du merkst, dass er mit der Ignorierzeit Schwierigkeiten hat, beende sie bitte und beschäftige dich dann wieder mit ihm und verwende vielleicht noch etwas mehr Zeit auf die Entspannung.

      Ich hoffe, ich konnte dir helfen.

      Liebe Grüße,
      Sonja

      1. Brigitte Junge

        Vielen Dank liebe Sonja. Wir lassen uns gerade sehr viel Zeit auf das Konditionieren des Duftes (Lavendel) auf dem Entspannungsplatz. Ich möchte uns diesmal wirklich genug Zeit lassen, damit wir endlich weiterkommen mit dem Alleinebleiben. Denn die Situation stresstvuns beide schon sehr und sehr lange. lg Brigitte

  17. Kathrin Meiners

    Hallo Sonja!
    Ich finde deine Video‘s sehr interessant. Habe seit August eine kleine Hündin bei mir. Sie ist sehr aufgeweckt und kommt ganz schwer zur Ruhe. Daher wurde mir von meiner Trainerin eine Box empfohlen. Ich habe eine sehr große Box gekauft, in der sie Trinken und Fressen hat. Außerdem steht die box nun in der Küche, weil sie im Wohnzimmer durch die große Fensterfront ständig abgelenkt wird. Außerdem ist sie 5 Monate und baut noch recht viel Mist, sodass die Küche der sicherste Ort ist, indem sie nicht viel anstellen kann. Wenn sie in die Box geht, kommt sie nur zur Ruhe, wenn die Tür geschlossen ist. Damit komme ich schlechter klar, wie der Hund scheinbar. Wird es irgendwann möglich sein, die Tür offen zu lassen?
    Ich habe angefangen den relaxopet anzustellen und ein Tuch mit Lavendel in die Küche zu legen, wenn sie sich hinlegt. Mache ich das richtig? Ich kann auch aus der Küche gehen und mich z. B. ins Wohnzimmer setzen und sie schläft in der Box. Tür zu von der Küche geht noch nicht. Wenn ich ihr das Tuch mit Lavendel geben würde, würde sie damit spielen. Das wäre nicht richtig, oder?
    Viele liebe Grüße,
    Kathrin

    1. Liebe Kathrin,

      vielen Dank für deine Frage.

      Es ist natürlich aus der Ferne eher schwer zu sagen, wo der optimale Platz für die Box ist. Eine ruhige Ecke, in der der Hund alles gut überblicken kann, ist auf jeden Fall schon mal sinnvoll. Außerdem sollte die Box sehr, sehr gemütlich ausgepolstert sein, auch an den Wänden, so dass sich die Hunde ganz ausstrecken und sich ankuscheln können. Das lädt mehr zur Ruhe ein. Dass sie nur zur Ruhe kommt, wenn die Box geschlossen ist, würde ich mir aber nochmal näher anschauen, um zu gucken, woran das liegen könnte. Normalerweise sollte es schon möglich sein, die Tür irgendwann geöffnet zu lassen, wenn der Hund die Box wirklich als Ruhe- und Schlafplatz annimmt.

      Das Tuch kannst du ruhig in die Küche legen. Wenn deine Hündin mit dem Tuch spielt, solltest du es auf jeden Fall aus Sicherheits- und Fehlverknüpfungsgründen außer Reichweite legen. Aber eigentlich legst du es eh nur dazu, wenn sie zur Ruhe kommt.

      Wichtig: Deine Hündin ist erst fünf Monate alt. Es ist absolut okay, ganz sanft mit dem Alleinebleiben-Training zu beginnen. Aber achte darauf, sie nicht zu überfordern :)

      Ihr kriegt das hin!

      Liebe Grüße,
      Sonja

  18. Tanja Lorenzen

    Hallo Sonja,
    Wir sind Jessica, Jupiter, mein Dad 82 und ich. Jessica braucht Hilfe zum entspannen. Das Video ist toll und bringt neue Ideen.
    Wir haben auch seit kurzem Dogrelax bin aber nicht sicher ob er hilft und hatte erstmal aufgehört. Werde versuchen ihn zu integrieren.
    Ich habe noch ein paar Frsgrn:
    Während ich arbeite ist mein Vater bei den Hunden. Jupiter hört und sieht man nicht. Mein Dad hat gesagt, dass Jessica etwas weint sich dann aber beruhigen lässt. Ich habe mit einer Kamera jetzt gesehen, dass sie fast die ganze Zeit vor der Fenterfront liegt und weint. Wie kann ich meinen (überforderten) Dad integrieren?
    Soll ich die Hunde lieber in mein Zimmer setzen und mein Vater kann die Tür öffnen wenn sie leise ist?
    Kann der Dogrelax wirklich helfen?
    Kann ich auch eine Kuschelpupe mit Duft Einführung in der Entspannung geben?

    Ganz liebe Grüße
    Jessica, Jupiter, dad und Tanja

    1. Liebe Tanja,

      vielen Dank für deine Nachricht.

      Puh, das ist so aus der Ferne gar nicht so einfach zu beantworten. Aber ich versuche mal, ein paar Tipps zu geben.

      Vielleicht ist es möglich, dass dein Vater Jessica vielleicht etwas zum Kauen gibt, damit sie sich beruhigt. Oder vielleicht mag sie gerne Körperkontakt zu deinem Vater, wenn du weg bist (ausprobieren, denn wenn sie sich vor die Tür legt, kann das auch sein, dass sie Körperkontakt dann nicht mag). Die Hunde in deinem Zimmer unterzubringen hilft nur, wenn sie dort gut alleine bleiben können. Wenn Jessica da auch weint und unentspannt ist, hilft das nicht. Frag deinen Vater doch mal, bei welcher Gelegenheit Jessica von der Tür weggehen kann und was sie dann am liebsten tut. Vielleicht findet ihr ja gemeinsam eine Lösung.

      Ob der Relaxodog helfen kann, kann man vorab nicht sagen. Er sollte aber ähnlich wie das Entspannungssignal zunächst aufgebaut werden, wenn die Hund sich entspannen und nicht nur beim stressigen Alleinebleiben. Kuschelpuppe mit Duft geht auch, muss aber auch genauso aufgebaut werden.

      Ich hoffe, ich konnte ein wenig helfen. Und alle Achtung für deinen Papa, dass er sich so um deine Hunde kümmert.

      Liebe Grüße,
      Sonja

  19. Imke

    Hallo Sonja,
    danke für das tolle, sehr ausführliche Video!
    Meine Emma konnte immer entspannt für 6 Std allein bleiben, nun bin ich im Dezember umgezogen. In der neuen Wohnung sind mehr Geräusche vor der Haustür, auf die sie noch mehr oder weniger stark reagiert. Dank Corona musste sie noch nicht die üblichen 6 Std (mit 1 Std Gassi zwischendurch) allein bleiben. Ich bin bisher bei ca.15 Min und es läuft sehr unterschiedlich, tw nimmt sie Kong oder Leckerli und legt sich hin, tw läuft sie umher, nun hat sie 2x nach ein paar Minuten etwas gefiept und heute auch ganz kurz gebellt. Sie fährt sich dann allein wieder runter und legt sich ab, so dass es nach einer Gesamtzeit von ca.10 Min insgesamt wieder ruhiger wurde. Ich kann nun nicht einschätzen, ob ich die Zeit einfach mal steigern soll oder ob das Fiepen zeigt, dass sie schon arg Stress hat. Ich baue die KE seit kurzem parallel auf, nutze den Duft beim Alleinsein aber noch nicht, um ihn nicht fehlzubesetzen, so lange es nicht sicher trainiert ist. Bin halt etwas unter Zeitdruck, da der Gassigeher auch neu ist und viele Stunden bei ihm auch keine Übergangslösung sein werden, die Emma helfen.
    Danke für eine kurze Einschätzung oder einen Tipp, imke

    1. Liebe Imke,

      lieben Dank für deine Nachricht.
      Ihr seid auf jeden Fall schon auf einem guten Weg.

      Wenn sich die Unruhe bereits steigert (zuerst Fiepen, jetzt schon Bellen), würde ich an deiner Stelle vorübergehend einen Schritt zurückgehen und nochmal dort ansetzen, wo du genau weißt, dass das Training noch perfekt geklappt hat und von dort aus wieder aufbauen. So bist du schneller am Ziel als wenn du weiter steigern möchtest, dein Hund das aber noch nicht schafft und du das hinterher wieder reparieren müsstest. Das dauert nämlich viel länger.

      Wenn vor allem Geräusche in der neuen Wohnung euer Problem sind, empfehle ich, ruhige, leise Musik laufen zu lassen, die die Geräusche vielleicht ein wenig übertönen kann. Das hilft oft schon sehr.

      Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig weiterhelfen.

      Liebe Grüße,
      Sonja

  20. Norma

    Liebe Sonja.

    Vielen Dank für das tolle Video. Endlich mal eine richtige „Anleitung“ Schritt für Schritt.
    Ich habe noch eine Frage. Wir üben mit unserem Hund schon länger. Er hat einen festen Ruheplatz in der Küche, auf dem er auch gut die meiste Zeit des Tages verbringt und das sehr unaufgeregt. Das Haus können wir auch öfter verlassen (immer mal wieder 10 min.) aber das ist mit Stress für sie verbunden. Meine Frage ist, ob bei der Ignorierzeit die Türen in der Wohnung offen bleiben müssen und ich auch ab und zu daneben sitzen sollte? Da der Hund ja soweit schon entspannt ist, wäre es dann natürlich einfach für uns diese entspannte Zeit „nur“ mit der Musik zu begleiten? Oder ist es besser dem Hund quasi immer mal wieder Reize (in Form von umherlaufen, Spülmaschine ausräumen,…) zu geben? Und unser Hund dreht natürlich total auf, wenn wir die Leine nehmen oder die Jacke anziehen. Soll das in der Ignorierzeit dann auch schon geübt werden?

    Viele Grüße und vielen lieben Dank
    Norma

    1. Liebe Norma,

      vielen Dank für deine Nachricht.

      Wenn du neue Reize setzen möchtest, ist es wichtig, dass dein Hund danach immer wieder zur Ruhe kommen kann. Das heißt, du kannst dich auch einfach mal nur daneben setzen und gar nichts machen. Dann wieder einen neuen Reiz setzen, dann mal wieder gar nichts machen.

      Die Türen darfst du auch gerne mal hinter dir schließen, sofern dein Hund so entspannt ist, dass er damit gut klar kommt.

      Die Leine aufzunehmen musst du nicht üben. Das ist ja idR ein Zeichen für einen Spaziergang und für deinen Hund ein deutliches Zeichen, dass er eben nicht alleinebleiben muss ;)

      Ich hoffe, ich konnte dir helfen.

      Liebe Grüße,
      Sonja

      1. Wiebke

        Hallo liebe Sonja,

        Vielen Dank für diesen neuen Blickwinkel auf das Thema Trennungsstress.
        Ich habe eine Frage zum Training der Ignorierzeit. Unser Hund schläft mega entspannt Nachts allein im Wohnzimmer, und er schläft mega entspannt am Tag neben uns in unseren Büros oder im Wohnzimmer -auch Stunden lang. Nun ist es am Tag aber so: sobald ich in meinem Büro aufstehe oder vom Sofa erhebe und mich im Haus bewege (vor allem das Stockwerk wechsle) steht er auf uns geht mit, ob ich ihn beachte oder nicht und egal wie fest er geschlafen hat, teils auch echt sprunghaft.
        Meistens geht er dann zu einem anderen Entspannungsort auf dem Stockwerk wo ich dann bin oder legt sich Teils auch mitten in den Weg.
        Wann stoppe ich die Ignorierzeit?
        Worauf sollte ich besonders achten bei dem Training.
        Danke und VG,
        Wiebke

        1. Liebe Wiebke,

          vielen Dank für deine Nachricht.

          Wenn dein Hund schon recht entspannt ist, sind das super Voraussetzungen.

          Wenn er aber auf deine Bewegungen so stark reagiert, solltest du da ansetzen: Wiederhole das Aufstehen und Rausgehen (oder Stockwer-Wechseln) häufig hintereinander, bis dein Hund irgendwann entspannt liegenbleibt, weil er merkt, dass ihr jetzt nicht den Ruheplatz wechselt, sondern du gleich wieder da bist. Er kann mitgehen, wenn er möchte (wird trotzdem ignoriert), aber nach dem 20. Mal wird es ihm vielleicht zu doof. Du machst also kürzere Trainingsintervalle in der Ignorierzeit und beginnst, dich oft hintereinander im Haus zu bewegen. Danach machst du eine Pause. Dann wiederholst du diese Trainingsintervalle noch einmal.

          Die Ignorierzeit beendest, wenn du deinem Hund wieder Aufmerksamkeit schenkst.

          Liebe Grüße,
          Sonja vom Hey Fiffi-Team

  21. Norma

    Hallo Sonja.
    Danke für deine schnelle Antwort, das hilft mir schon sehr weiter.
    Beim üben bzw einführen des Lavendel Dufts habe ich mich jetzt noch gefragt, ob ich da auch immer daneben sitzen sollte, wenn er zur Ruhe kommt oder kann ich ihn dann auch im Nebenzimmer „alleine lassen“? Und muss er dann immer auf seinem „Stammplatz“ sein oder kann die Konditionierung auch in verschiedenen Zimmern (da er mehrere Decken hat) erfolgen? Und kann ich sie auch aktiv streicheln und wenn sie zur Ruhe kommt dann gleich den Duft dazu nehmen? Und woran merke ich, dass meine kleine bereit für die Musik ist? Ich habe jetzt so eine Woche vorgesehen…

    Vielen lieben Dank und viele Grüße
    Norma

    1. Liebe Norma,

      es kommt immer darauf an, wie dein Hund am besten entspannt.

      Wenn du zunächst daneben sitzen und streicheln „musst“, dann tu das. Achte dann aber darauf, dass du dich immer mehr zurückziehst, damit sich dein Hund daran gewöhnt, sich alleine zu entspannen. Das muss auch nicht auf dem Stammplatz sein. Achte aber immer darauf, dass dein Hund dabei entspannt bleibt. Den Duft kannst du dann dazunehmen, wenn du sicher bist, dass sie dabei gechillt bleibt.

      Die Musik ist kein Extra-Schritt bei der Entspannung, sondern die kannst du gleich von Anfang an in einer anderen Trainingseinheit aufbauen. Da geht es nur darum, dass sie merkt: Wenn die Musik läuft, kümmert sich gerade niemand um mich.
      Fange sekundenweise an. Und auf Dauer, wenn die Entspannung richtig sitzt, nimmst du sie zur Ignorierzeit mit dazu :)

      Liebe Grüße,
      Sonja

  22. Burkhard

    Danke, Sonja, dass Du uns unser mögliches Fehlverhalten so gut spiegelst. Haben seit 2 Mo eine jetzt 7 Mo alte Bracke aus dem Tierschutz. Arbeite im Büro im Haus. Ignorierzeit funktioniert über mehrere Std, ob am Lieblingsplatz im Erdgeschoss oder im Büro bei mir. Kann mich auch gut im Haus bewegen, ohne dass er folgt. Er ist total entspannt. Aber wehe, wenn ich das Haus verlasse. Dann wird herzzerreißend gejault. Selbst die Anwesenheit eines Sitters (Schwiegermutter) hilft nicht. Er sucht uns dann im Haus + Garten. Lässt sich nur kurzzeitig ablenken.
    Habe das Gefühl, er spürt an unserem Verhalten, dass es nicht nur der Gang zum Mülleimer ist. Nun ist er erst sehr kurz bei uns, muss den 2 Trennungsschmerz von der Mutter, der Pflegefamilie verarbeiten. Braucht es einfach noch Zeit? Wir versuchen unaufgeregt einfach das Haus zu verlassen. Er spürt offensichtlich mehr? Welchen Trick gibt es, dass das Verlassen aus der Haustür nicht solch einen Stress verursacht?

    1. Lieber Burkhard,

      danke für deine Nachricht.

      Da habt ihr ja schon richtig tolle Vorarbeit geleistet. Jetzt müsst ihr ein wenig Detektiv spielen. Ab welchem Zeitpunkt genau fängt eure Bracke an, nervös zu werden, wenn ihr das Haus verlassen möchtet? Und dann geht ihr im Training immer bis zu diesem Punkt und bewegt euch dann aber im Haus weiter oder geht wirklich nur kurz raus zum Mülleimer und kommt gleich wieder zurück. So lange, bis dieser Punkt kein Auslöser für Stress mehr ist. Und dann sucht ihr den nächsten Punkt.

      Dabei ist euch die Ignorierzeit sehr behilflich, denn euer Hund wird dann sicherlich schneller wieder runterfahren, wenn er sich mal kurz aufgeregt hat.

      Ich hoffe, ich konnte euch helfen.

      Liebe Grüße,
      Sonja

  23. Kerstin Riegel

    Liebe Sonja,
    die Anleitung ist einfach klasse !!!! Dankeschön dafür .
    Wir hatten eine Golden Retriever Hündin,die wir nach 2 Wochen schon 3 Stunden alleine lassen mussten und ich denke dadurch hat sie große Ängste entwickelt.
    Diesen Fehler möchte ich jetzt nicht mehr machen und werde deine Anleitung befolgen.
    Wir haben jetzt ein kleines 4 Monate altes Labradormädchen .
    Meine Frage ist : Ich arbeite als Therapeutin zu Hause im Keller und da darf sie aus hygienischen Gründen nicht mit .
    Kann ich dafür auch die Entspannungsrituale üben oder wirklich nur für das tatsächliche Haus verlassen?
    Vielen lieben Dank im Vorraus und liebe Grüße
    Kerstin

    1. Liebe Kerstin,

      vielen Dank für deine Nachricht und das liebe Lob. Das freut mich sehr!

      Und ja, du kannst die Entspannungsrituale auch üben, damit dein Labradormädchen entspannt oberhalb des Kellers warten lernen kann.

      Liebe Grüße,
      Sonja

  24. Bianca

    Hallo,
    ich habe mal eine Frage zur Musik. Wenn ich das Haus verlasse und die Musik laufen lasse, ist die CD nach einer gewissen Zeit zu Ende. Ist das dann ein Problem? Ich kann ja von unterwegs die Musik nicht wieder starten.

    1. Liebe Bianca,

      danke für deine Nachricht.

      Du kannst die CD auf Dauerschleife laufen lassen. Dann fängt sie immer wieder von vorne an.

      Liebe Grüße,
      Sonja

  25. Sofie Niedermayer

    Hallo Ich baue gerade des Ruhe Signal auf , Sitz auf Sofa er liegt entspannt dran hab des Tuch dazu gelegt ist es Okey wenn ich daneben sitze beachte ihn nicht streichen ihn nicht ??.. und wenn er dann ne Stunde pennt kann dann solang liegen lassen oder soll ich es vorher weg nehmen ?? Oder muss auch schon beim Tuch ein gewisser Abstand zu mir sein ??

    Lg Sofie

    1. Liebe Sofie,

      vielen Dank für deine Nachricht.

      Es ist okay, wenn du neben ihm sitzt. Besser wäre es, wenn du jetzt schon bereits etwas Abstand aufbauen könntest. So lange dein Hund schläft, kannst du das Tuch neben ihm liegen lassen. Wenn er aufwacht, nimmst du das Tuch weg.

      Ich hoffe, ich konnte dir helfen.

      Liebe Grüße,
      Sonja

      1. Sofie Niedermayer

        Vielen Lieben Dank für diese Antwort so schnell Wahnsinn wir leben mit dem Problem seit 6 Jahre und. Allein bleiben .. geübt ingorizeit auch aber nicht mit Duft .. und Musik. Aber dann geben wir dem Ganzen nochmal ne Chance

  26. jessi

    Liebe Sonja,

    ich habe auch noch eine Frage. Wir haben den Entspannungsduft schon seit Monaten in Aufbau. Parallel haben wir als Liegeplatz ihre Box sowie das Bett. Sie mag beide Plätze sehr, deswegen möchte ich, dass sie die beiden Plätze als Entspannungsort hat. Sie befindet sich in einem Raum.
    Wir hatten leider letztens einen riesen Rückschritt: wir hatten schon auf über eine Stunde ausgedehnt und ich war mir sehr sicher, dass es funktioniert, aber sie fing nach 20 min an zu jaulen und ich war natürlich nicht da. Sie hat erst zwei, drei mal gejault und sich wieder ins Bett gelegt. Nach 5 min fing sie etwas länger an also bestimmt 2-3 Minuten. Sie ist anschließend umher gelaufen. Dann hat sie sich wieder schlafen gelegt und schlief auch bis ich nach über einer Stunde wiederkam ohne Problem. Das war dann schon Mal besser als dauerhaft, aber hat uns dennoch einiges kaputt gemacht. Jetzt fängt sie auf jeden Fall wieder bei 10 minuten an, sodass ich jetzt das Weggehen erstmal ganz wieder rausnehme und noch an der Ignorierzeit pfeile und mal vor die Tür gehe kurz- ist das so „richtig“ ?

    Dann haben wir vor allem ein Problem mit Ankündigern. Also Schlüssel und Jacke. Sie kann in 4 von 10 Fällen im Bett liegen bleiben, häufig springt sie auf und denkt wir gehen Spazieren. Ich übe das während der Ignorierzeit und ignoriere auch im Moment das freudige aufspringen. Ich steigere dann nicht sondern setze mich samt Jacke, Schlüssel, Tasche an den Schreibtisch und warte bis sie sich beruhigt. Variabel gehe ich dann so aus dem Zimmer oder ziehe mich wieder aus. Aber, ihre Erwartungshaltung hält sich wirklich sehr hartnäckig. Hast du dazu vielleicht noch eine Idee?
    Ich achte beim Gassi schon darauf, dass ich zuerst das Geschirr nehme und der erste Ankündiger eben nicht mehr ich bin die sich anzieht – so haben wir uns nämlich denke ich diese Erwartungshaltung aufgebaut :D

    Und wie würdest du weiter vorgehen: Erst einen Schritt weiter, wenn die Ankündiger 100% Sitzen – bzw eher nicht mehr sitzen? :) Derzeit nutze ich dann die entspannten Momente, wo es funktioniert und verlasse das Zimmer.

    Im Haus kann ich mich übrigens problemlos bewegen. Ich kann die Tür schließen und könnte mich stundenlang in der Küche, im Keller und selbst Im Garten aufhalten. Alles kein Thema… Ich habe das für die Ignorierzeit natürlich genutzt, aber das müssen wir einfach nicht üben, das klappt total gut. Ich kann mich nur leider nicht gut außerhalb der Wohnung aufhalten. Würdest du hier trotzdem auch noch in der Wohnung üben? ich übe das derzeit nur für die Ankündiger, damit ich auch mal das Zimmer verlasse mit den Ankündigern.

    Sooo, ich hoffe das waren jetzt nicht zu viele Fragen, vielleicht hast du ja noch einen hilfreichen Tipp für uns oder dir fällt was auf was man anders machen kann, denn wir drehen uns ein wenig im Kreis …

    Danke!!!

    1. Liebe Jessi,

      danke für deine Nachricht.

      Ach Mist, aber solche Rückschritte kann es einfach mal geben, leider. Ja, es ist super, dass du die Zeit jetzt erstmal verkürzt.

      Zu den Auslösern der Erregung: Zieh die Jacke nicht an und setz dich dann wieder aufs Sofa. Sondern zieh die Jacke an, zieh sie wieder aus und setz dich dann wieder hin. 20 Sekunden später stehst du wieder auf, ziehst die Jacke an, ziehst sie wieder aus und setzt dich dann wieder aufs Sofa. Wiederhole das so lange, bis deine Hündin auf dein Aufstehen gar nicht mehr reagiert. Dann ziehst du die Jacke an, nimmst den Schlüssel, legst den Schlüssel wieder hin, setzt dich wieder aufs Sofa.

      Es kommt dabei auf die relativ schnelle Wiederholung an. So lange, bis deine Maus nicht mehr reagiert.
      Und das Gassiritual umzustellen und für deine Hündin besonders deutlich zu machen, ist eine gute Idee!

      Ihr seid auf jeden Fall auf dem richtigen Weg!

      Liebe Grüße,
      Sonja

  27. jessi

    Hallo Sonja,

    ganz lieben Dank für deine Antwort!
    Dann übe ich jetzt ganz viel Jacke anziehen und Schlüssel nehmen:) Danke!!

    Lg Jessi

    1. jessi

      Liebe Sonja, wir müssen doch noch ein Mal nachfragen!

      Zu unserem vorherigen Kommentar, direkt darüber…. Mittlerweile haben wir alles gut Desensibilisiert und in 95% der Fälle wird es nicht mit Gassi verwechselt und Hund bleibt liegen, schaut aber. In 80% der Fälle kann sie anschließend gut entspannt bleiben, die ersten 10 Minuten sind meistens noch etwas unentspannter mit Schauen zur Tür und dann legt sie sich schlafen. Jetzt hat es meistens geklappt und dann gibt es immer die Tage, die mich verzweifeln lassen, weil sie dann doch jault. Also wirklich nicht mehr so intensiv wie vorher und wenn ich dann länger warten würde (was ich mich bisher nicht traue), würde sie sich wahrscheinlich wieder hinlegen.. Es ist nicht mehr diese permanente Jaulen, aber dennoch. An anderen Tagen wiederum interessiert es sie gar nicht und wir haben in den letzten 1,5 Wochen auch auf 2h ausdehnen können, alles kein Thema. Hund schlief. Und nun wieder nach 15 min ein Jaulen… ist dir das bekannt? :/

      LG und danke schon Mal..

      1. Liebe Jessi,

        in solchen Fällen würde ich mal eine Kamera aufstellen, um zu schauen, was das Jaulen auslöst und ob an diesen Tagen etwas anders ist als sonst (Tagebuch führen).

        Außerdem würde ich deine Hündin mal körperlich durchchecken lassen. Vielleicht ist irgendwo was versteckt, was sich nur ab und an bemerkbar macht und was sie an diesen Tagen unruhig werden lässt.

        Ich drücke mal die Daumen!

        Liebe Grüße,
        Sonja

  28. Anonymous

    Liebe Sonja,

    unser Hund ist gerade mal seit 3 Tagen bei uns und kommt sehr gut damit klar, mal ignoriert zu werden. Er hat 2 Orte, an denen er gerne liegt und kommt dort dann sehr gut zur Ruhe, wenn er keine Beachtung von uns bekommt. mir ist aber aufgefallen, dass er dann sehr gerne die Nase nah an einer „müffelnden“ Socke oder einem Hausschuh hat. Macht es dann Sinn, ihm so etwas als Entspannungsduft anzubieten?

    Lg Jacky

    1. Liebe Jacky,

      vielen Dank für deine Nachricht.

      Wenn euer Hund erst seit drei Tagen bei euch ist, solltet ihr noch keine Ignorierzeit aufbauen. Dafür braucht es erst einmal das Vertrauen seiner Menschen und das braucht Zeit. Wartet damit noch ein paar Wochen, bis sich euer Hund wirklich eingelebt hat und ihr für ihn berechenbarer werdet.

      Mit dem Entspannungsduft könnt ihr aber schon anfangen. Dafür ist eine gebrauchte Socke aber nicht so empfehlenswert, weil der Duft ja nicht immer 1:1 reproduzierbar ist ;) ;) Ich würde da eher etwas nehmen, was sich leichter dosieren lässt ;) Also tatsächlich ein natürliches, ätherisches Öl. Wenn euer Hund aber gerne die Nase an euren Socken oder Hausschuhen hat, dann lasst ihm das unbedingt. Entspannung tut gerade in den ersten Wochen in einem neuen Zuhause sehr, sehr gut.

      Liebe Grüße,
      Sonja

  29. Anonymous

    Hallo,
    ich habe eine Frage zu der Regelmässigkeit, sobald man Ignorierzeit und auch Alleinebleiben etabliert hat.
    Muss man diese am Wochenende zwingend auch zu denselben Zeiten durchführen?
    Oder galt der Hinweis am Schluss eher für Feiertage/längere Ferien?

    1. grüß dich,

      für den hund ist es einfacher (und es geht schneller), wenn es möglichst wenige ausnahmen gibt. so kann sich schneller eine routine etablieren. der hund kennt ja das prinzip „wochenende“ nicht.

      liebe grüße,
      sonja vom hey fiffi-team

  30. Theresa

    Hallo :)
    Vielen Dank für das super Video,
    Ich habe eine Frage zu der Musik.
    Muss es immer exakt der gleich Interpret und das gleiche Album sein oder geht auch zb im allgemeinen Piano Musik etc und ich kann diverse zb Piano Musik interpret*innen raussuchen?
    Vielen Dank schon mal

    1. Liebe Theresa,

      vielen Dank für deine Nachricht.

      Du kannst schon verschiedene Interpreten nutzen, wenn du immer dieselben Stücke verwendest. Pianomusik hat sehr viele verschiedene Klangbilder, daher würde ich daher nicht stark variieren und auch lieber ruhigere Stücke auswählen.

      Ich hoffe, ich konnte dir helfen.

      Liebe Grüße,
      Sonja

  31. Maren

    Hallo, vielen Dank für das tolle Video. Endlich haben wir wieder Hoffnung. Nun habe ich aber auch noch eine Frage zu den Zeiten, wann das Training statt findet. Da wir berufstätig sind, können wir nur ab frühen Nachmittag trainieren. Mein Mann nimmt unseren Hund bis zum Mittag mit zur Arbeit und fährt ihn dann wieder nach Hause. Die Zeit, welche er aber später alleine bleiben soll, ist ja perspektivisch am Morgen bis zum Mittag. Spielt es für das Training eine Rolle? Beziehungswe ist es o. k., wenn wir am Wochenende zu anderen Zeiten trainieren, als unter der Woche? Lg Maren

    1. Liebe Maren,

      vielen Dank für deine Frage.

      Ja, die Uhrzeit spielt durchaus eine Rolle. Der Hund gewöhnt sich mit der Zeit an bestimmte Rituale. Und wenn das Alleinebleibentraining ausschließlich nachmittags stattfindet, er dann aber vormittags alleinebleiben soll, kann es sein, dass das dann nicht so gut funktioniert. Für den Einstieg ist das aber noch nicht so dramatisch. Da könnt ihr auch nachmittags trainieren (bzw. am Wochenende dann vormittags). Wenn es darum geht, das in den Alltag zu transferieren, macht es aber Sinn, neue Rituale für den Vormittag einzuführen.

      Liebe Grüße,
      Sonja vom Hey Fiffi-Team

      1. Charlotte

        Hallo!
        Vielen Dank für das tolle und hilfreiche Video! :)

        Meine Frage ist: Ignorierzeit mit Entspannungsmusik (bei uns: RelaxoPet) klappt super, den Duft will ich jetzt noch hinzufügen. Unser Signal für die Ignorierzeit ist „warte kurz“. Entsprechend den Angaben auf dem RelaxoPet stelle ich ihn immer schon ca. 30 Minuten vor Verlassen des Hauses an. Soll man dann dem Hund, bevor man zur Haustür heraus geht, trotzdem noch „Tschüss“ sagen? Also z.B. ein kurzes, rein verbales „Tschüss Fiffi!“, ohne Streicheln etc.? Weil man soll ja soweit ich weiß nicht einfach kommentarlos gehen. Aber durch die Musik ist ja eigentlich schon die Ignorierzeit eingeleitet, weshalb man den Hund ja eigentlich nicht mehr beachten sollte… Ich bin hier ein bisschen unsicher, wie es richtig ist! :D

        Vielen Dank schonmal und liebe Grüße!
        Charlotte

        1. Liebe Charlotte,

          danke für deine Nachricht.

          Wenn es sehr ritualisiert ist, kannst du deinem Hund schon eine „Vorwarnung“ mit „Tschüss, Fiffi“ geben, bevor du das Haus verlässt. Wichtig ist, dass du im Training dann zwar das Haus verlässt, aber dann nur extrem kurz draußen bist, so dass dein Hund noch ruhigbleiben kann und diesen Schritt etliche Male wiederholst. Ansonsten würde dein „Tschüss, Fiffi“ zu einem Signal dafür, doch gestresst zu reagieren.

          Ich hoffe, ich konnte dir helfen.

          Liebe Grüße,
          Sonja

          1. Charlotte

            Vielen Dank für die schnelle Antwort! :)
            Dann sage ich lieber nicht noch extra Tschüss denke ich.

            Ich habe direkt noch eine Frage: sollte man den Hund während der Ignoranz dann auch nicht loben? Also wenn er z.B. ruhig liegen geblieben ist, wenn man xy gemacht hat, und man sagt im Vorbeigehen ruhig: „suuper!“ o.ä.?

            Vielen Dank

          2. Ja, genau, bitte nicht loben.

            Es soll in der Ignorierzeit eben keine Interaktion stattfinden, damit der Hund nicht ständig mit einer Interaktion rechnet und stattdessen richtig runterfahren kann :)

  32. Marion Bergmann

    Eine Frage
    Mein Hund liegt doch sowieso langen Zeit am Tag alleine in seinem Körbchen wenn ich im Homeoffice arbeite zum Beispiel oder auch während des Fernsehens abends wechselt er immer mal wieder von Sofa zum Körbchen oder Teppich. Bau ich hier dann den Duft und die Musik ein ? Sie würde in dieser Zeit ja nichtmal wirklich merken, dass ich sie ignoriere.

    1. Liebe Marion,

      danke für deine Frage.

      Wie du im Video sehen kannst, empfehle ich, sich vor und nach der Ignorierzeit kurz ruhig mit dem Hund zu beschäftigen, damit er das mit dem Ignorieren auch erkennt :D

      Was du aber auf jeden Fall machen kannst, während dein Hund alleine im Körbchen liegt, ist, den Entspannungsduft aufzubauen. Einfach so dazulegen, so lange dein Hund ruht. Die Zeit kannst du auf jeden Fall nutzen!

      Liebe Grüße,
      Sonja

  33. Mika

    Danke für das detaillierte Video. Nachdem meine 7 Monate alte Hündin heute wohl eine Stunde durchgebellt hat, obwohl wir das Alleinsein langsam aufgebaut haben und bisher eigentlich keine Probleme hatten, habe ich recherchiert und diese Anleitung gefunden. Jetzt waren wir sofort in der Apotheke und meine Maus hat sich ihren liebsten Duft ausgesucht. (Das Fläschchen mit Zitronengrasduft hätte sie am liebsten gleich als Ganzes hinunter geschluckt. =)) Jetzt schlummert sie mit dem Kopf auf dem betreufelten Tuch (müde vom langen Bellen befürchte ich) und ich hoffe, dass wir das Problem dank deiner Tips wieder in den Griff bekommen. Vielleicht habe ich zu schnell gesteigert, aber entspannen üben ist sicher auf jeden Fall sinnvoll. Die Kleine tendiert dazu mir durch die ganze Wohnung zu folgen; sie entspannt sich dann zwar in jedem Zimmer schnell, aber Trennung ist sicher ihr Thema. Danke für das Video und liebe Grüße!

    1. Hallo,

      das klingt klasse! Ich drücke die Daumen, dass ihr das ganz schnell und entspannt hinbekommt :)
      Klingt aber schon mal nach nem sehr guten Anfang!

      Liebe Grüße,
      Sonja

  34. Sonja

    Liebe Sonja,

    vielen Dank für das tolle Video und das Erklären der einzelnen Schritte.
    Ich habe den Relaxopet als Entspannungsmusik aufgebaut und unser Hund kann sich damit super entspannen. Jetzt werde ich zusätzlich den Duft aufbauen.

    Wir haben eine Tür, die das Wohnzimmer vom Flur und der Haustür trennt. Soll diese lieber beim allein sein offen bleiben? Oder soll ich anfangen die Tür in der Ignorierzeit und wenn unser Hund entspannt ist, immer mal wieder zu schließen?
    Aktuell ist er bis 30 Min entspannt alleine im Wohnzimmer mit geschlossener Tür und ich halte mich im Haus auf.
    Soll ich das dann auch auf unsere Zielzeit (2 Stunden) ausweiten, bevor ich das Haus wirklich verlasse?

    Aktuell liegt unser Hund vormittags, wenn ich am Tisch arbeite, entspannt in seinem Körbchen und ich mach den Relaxopet an – heißt, ich „läute“ die Ignorierzeit nicht wirklich ein – und ich machen den Relaxopet nach 40min auch in der Entspannung wieder aus.
    Du sagst ja, dass der Hund die Ignorierzeit wahrnehmen soll. Wie könnte es denn aussehen, dass ich mit ihm vor und nach der Ignorierzeit ruhig interagiere? Wenn ich mit ihm kuschel und dann nach z.B.: 5 min aufstehe, könnte es sein, dass er aus der Entspannung kommt. Hast Du hier vielleicht noch einen Tipp?

    Vielen Dank für Deine Hilfe.
    Lieben Gruß
    Sonja (Namensvetterin :D)

    1. Liebe Sonja,

      danke, das sind ganz tolle Fragen, die zeigen, dass du dich schon intensiv mit der Materie beschäftigt hast.

      Zu deinen Fragen:
      „Wir haben eine Tür, die das Wohnzimmer vom Flur und der Haustür trennt. Soll diese lieber beim allein sein offen bleiben? Oder soll ich anfangen die Tür in der Ignorierzeit und wenn unser Hund entspannt ist, immer mal wieder zu schließen?“
      Lass sie anfangs offen. Wenn du merkst, dass dein Hund total gechillt ist, kannst du die Tür sekundenweise schließen und das zeitlich langsam ausbauen. Mach das so, dass du die Tür pro Ignorierzeit nicht nur einmal kurz schließt, sondern das immer mal wieder wiederholst.

      „Soll ich das dann auch auf unsere Zielzeit (2 Stunden) ausweiten, bevor ich das Haus wirklich verlasse?“
      Optimal ist es, wenn du die Ignorierzeit zunächst auf die Zielzeit ausweitest. 30 Minuten ist aber schon ne tolle Hausnummer!

      „Wenn ich mit ihm kuschel und dann nach z.B.: 5 min aufstehe, könnte es sein, dass er aus der Entspannung kommt. Hast Du hier vielleicht noch einen Tipp?“
      Kuschel trotzdem ganz kurz mit deinem Hund, auch wenn er dann aus der Entspannung kommt. Es geht bei dem Training gerade darum, dass Hunde nach und nach von alleine (wieder) in die Entspannung finden :)

      Ich hoffe, ich konnte deine Fragen beantworten.

      Liebe Grüße,
      Sonja :D

    2. Daniel Schulte

      Liebe Sonja,

      vielen Dank für dein Video.
      Wir haben unserem Hund eine gemütliche und kuschelige Ecke eingerichtet. Seinen Platz nimmt er gerne an (auch beim Training). Unser Hund zeigt in der Wohnung wenn wir zu Hause sind keine Ängste. Das Problem beginnt bei ihm erst wenn wir die Wohnung verlassen wollen.
      Wir haben bei unserem Hund bis jetzt 30 Minuten Ignorierzeit ausgedehnt.
      Nach diesen 30 Minuten verlässt er manchmal das Körbchen und legt sich an einen anderen Ort. Bleibt aber weiterhin ruhig.
      Ist das ein Grund die Ignorierzeit zu beenden?
      Können wir zum jetzigen Zeitpunkt schon beginnen die Wohnung für wenige Sekunden zu verlassen?

      Liebe Grüße
      Daniel Schulte

      1. Lieber Daniel,

        danke für deine Frage.

        Dein Hund muss nicht im Körbchen liegenbleiben. So lange er ruhigbleibt, ist alles in Ordnung.

        Ihr könnt jetzt anfangen, die Ignorierzeit zu nutzen und die Wohnung für wenige Sekunden zu verlassen und wieder zurückzukommen. Wiederholt das ganz oft hintereinander bis ihr merkt, dass es euren Hund nicht mehr stört und er ruhigbleibt.

        Liebe Grüße,
        Sonja vom Hey Fiffi-Team

  35. Regina

    hallo,
    bei meinem Hund ist es so, dass sobald ich das tuch mit dem entspannungsduft auf seinen platz lege (meistens vor ihm in eine Ecke) dann findet der das ganz spannend und fängst an damit apielen zu wollen oder er leckt es die ganze Zeit ab. Gibts vielelicht einen Tipp was ich dagegen machen kann? Könnt ich es ihm auch umhängen? also so als Halstuch? ich denke ja nicjt, dass das so gesund ist wenn er das Öl ableckt.

    1. Grüß dich,

      danke für deine Frage.

      Wenn dein Hund das Tuch ableckt, dann legst du das am besten außerhalb seiner Reichweite hin, zB auf ein Regal in der Nähe des Ruheplatzes.

      Umbinden solltest du es ihm nicht, denn es kann ja mal sein, dass ihm der Duft unangenehm ist und dann könnte er sich dem gar nicht entziehen. Daher: Tuch nur hinlegen :)

      Liebe Grüße,
      Sonja vom Hey Fiffi-Team

  36. Nicole Dorda

    Hallo, meine Hündin muss zukünftig unterschiedlich lange zu unterschiedlichen Zeiten alleine bleiben, längstens jedoch 4 Stunden. Muss ich die Ignorierzeit bis 4 Stunden ausdehnen, um erst dann tatsächlich aus der Wohnung raus gehen zu können?
    Liebe Grüße und vielen Dank
    Nicole

    1. Liebe Nicole,

      vielen Dank für deine Nachricht.

      Du kannst mit dem Verlassen der Wohnung (bzw. erstmal mit dem Öffnen und Schließen der Haustür) anfangen, wenn deine Hündin sich, sobald du die Ignorierzeit einläutest, total entspannt verhält und dir nicht die ganze Zeit hinterher läuft, auch wenn du dich im Haus längere Zeit bewegst. Also wenn du während der Ignorierzeit verschiedene Zimmer aufsuchen und dabei die Tür schließen kannst. Wenn du mal eine Treppe rauf- oder runterlaufen kannst, ohne dass deine Hündin gleich aufspringt und dir folgt. Sprich: Wenn sie die Ignorierzeit für eine Ruhephase nutzt :)

      Liebe Grüße
      Sonja

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