Anti-Giftköder-Training: „Nix da“

ca. 17 Min.

Inhalt dieses Trainingsvideos

Giftködertraining! Das Training, das Leben retten kann!

Trainiere das Liegenlassen von Fressbarem mit Sonja Meiburg, der Autorin des Bestsellers „Anti-Giftköder-Training“, erschienen im Cadmos-Verlag.

Mit dem Signal „Nix da“ bringst du deinen Hund zuverlässig dazu, sich von etwas, das am Boden liegt, abrufen zu lassen. Das ist wichtig, wenn du merkst, dass dein Hund zielgerichtet auf etwas Fressbares zusteuert und er aus lauter Gier auf deinen alltäglichen Rückruf nicht mehr reagieren würde. Mit dem „Nix da“-Signal durchbrichst du die unerwünschte Nahrungsaufnahme und machst deinen Hund wieder auf dich aufmerksam, so dass du das, was am Boden liegt, entweder zur Polizei bringen oder entsorgen kannst.

Das Training ist einfach, schnell und effektiv. Und es macht Spaß!

Wir präsentieren diesen Film in voller Länge, auch für Nicht-Mitglieder!


Da wir immer mal wieder die Frage erhalten, warum der Hund im Video das Fressbare am Boden nach einer Freigabe auch fressen darf, hier die Antwort:

Dein Hund soll sich vom Futter am Boden abwenden. Was wirkt für das Abwenden bestärkender? Wenn er dafür etwas Fressbares von dir erhält oder wenn er dafür etwas Fressbares von dir erhält u n d nach einer Freigabe auch das Fressbare vom Boden? Logisch, dass das Abwenden besser verstärkt wird, wenn der Hund zusätzlich auch noch das vom Boden erhält, gell? Der Knackpunkt ist hier die Freigabe! Erst, wenn du die Freigabe erteilst, darf dein Hund auch das vom Boden fressen. Wendet er sich vorher schon dem Fressbaren zu, hältst du deinen Hund freundlich an der Leine fest, so dass er es nicht erreicht und wiederholst die Übung noch einmal. Dein Hund soll lernen, auf die Freigabe zu warten. Im Ernstfall gibst du diese Freigabe nicht, sondern gehst mit deinem Hund weiter. Als Ersatz gibt es dann eine ganz, ganz besondere Belohnung und du kannst ein, zwei Minuten später eine Übung machen, bei der das Fressbare vom Boden wieder haben darf. So fällt es nicht so arg ins Gewicht, wenn er mal darauf verzichten muss. Wichtig ist nur, dass dein Hund lernt, immer erst auf deine Freigabe zu warten.


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Kommentare

16 Antworten zu „Anti-Giftköder-Training: „Nix da““

  1. Maren Busse

    Hallo, wie kann ich denn das Video in ganzer Länge sehen?

  2. Sonja

    Liebe Maren,

    du bist ja schon Mitglied bei Hey-Fiffi.com :D
    Das heißt, du musst dich nur anmelden, dann kannst du das Video in voller Länge sehen.
    Schau mal oben rechts und klicke auf „Anmelden“. Dort gibst du deinen Benutzernamen und dein Passwort ein und bist dann angemeldet.
    Ich hoffe, ich konnte dir helfen.
    Falls du noch Schwierigkeiten hast, schreib doch einfach eine Mail an info@hey-fiffi.com und wir helfen dir weiter.

    Liebe Grüße,
    Sonja

  3. Hallo,
    ich finde das Video klasse. Nur stellt sich mir die Frage, wie ich das mit der Freigabe im Alltag hand habe? Wenn ich es nicht mehr persönlich auslege, sondern vllt wirklich Giftköder sind. Ist der Hund dann nicht enttäuscht, dass er da keine Freigabe bekommt?

    1. Liebe Verena,
      ja, du hast recht. Im Alltag wird der Hund erst einmal enttäuscht sein, wenn die Freigabe nicht kommt. Daher empfehle ich, nach einem „echten“ Nix da, den Hund sehr fürstlich zu entlohnen, danach weiter zu gehen (den Giftköder aufsammeln!) und nach ein paar Metern eine kleine Nix da-Spaßsequenz durchzuführen, bei der die Freigabe dann wieder kommt. Dann wiegt der Ernstfall nicht so schwer und die Enttäuschung hält sich in Grenzen :)
      Liebe Grüße,
      Sonja

  4. Gabriele

    Die ganz dumme Frage …

    Bei uns war es kein Giftköder, sondern eine Krebsschere. Der Hund musste operiert werden. Was mache ich also, wenn ich gar nicht merke, dass mein Hund etwas aufnehmen will? Unsere Kleine ist da so fix, das man Schnuppern und zuschnappen kaum unterscheiden kann. Wenn ein Giftköder nah am Weg für mich nicht gleich ersichtlich platziert ist, gebe ich das Signal womöglich nicht, oder nicht rechtzeitig …

    1. Liebe Gabriele,

      puh, da bin ich froh, dass es deinem Hund wieder gut geht! Und dumme Fragen gibst es nicht :D

      Wenn du nicht siehst, dass etwas Fressbares am Boden liegt, kannst du das Signal natürlich nicht rechtzeitig geben. Für solche Fälle bauen wir auch ein sogenanntes „Anzeigeverhalten“ auf. Das heißt, dass dein Hund dir zum Beispiel durch ein „Sitz“ zeigt, dass etwas am Boden liegt, was er eigentlich fressen möchte. Das „Nix da“ nutzt du also, wenn du merkst, dass dein Hund etwas ansteuert oder fressen möchte. Das Anzeigeverhalten ist für die Situationen gedacht, in denen nur dein Hund merkt, dass da etwas ist und du nicht.

      Den Aufbau des Anzeigeverhaltens siehst du hier:
      https://www.hey-fiffi.com/anti-giftkoeder-training/
      Außerdem geht voraussichtlich noch in dieser Woche der erste Teil der DVD „Anti-Giftköder-Training“ hier bei uns online (die nächsten Teile folgen in den kommenden Wochen nach und nach). Da kannst du sehen, wie du das Anzeigeverhalten trainierst und aufbaust.

      Und so sähe dann das Endergebnis aus ;) (Ausschnitt aus einem der Kurse in unserer Hundeschule):
      https://www.youtube.com/watch?v=GOWSQsGTTL4

      Hau rein! Das Training lohnt sich :D

      Liebe Grüße,
      Sonja

  5. Birgit Fey

    Hallo und vielen dank für dieses anschauliche Video!
    Auch ich habe eine Frage dazu: wie verhindere ich, dass mein Hund nach dem Belohnungsleckerchen selbstständig zu dem am Boden liegenden läuft? Also nicht auf die Freigabe wartet? Anfangs, mit Leine, kann ich da ja noch gut einwirken, aber später im Freilauf?
    Ich habe eine ganz schlaue Maus, die es sehr schnell kapiert, ob ich noch Einfluss nehmen kann oder nicht.
    Liebe Grüße
    Birgit

    1. Liebe Birgit,

      danke für deinen Post :)

      Du übst so gut und so lange, bis du an der Leine einen Hund hast, der extrem zuverlässig auf deine Freigabe wartet. Das übst du unter verschiedenen Ablenkungen, an verschiedenen Orten, zu verschiedenen Zeiten, mit verschiedenem Futter, mit verschiedenem Abstand zu deinem Hund und so weiter. Du generalisierst halt, wie sich das gehört :)

      Und dann übst du unter kontrollierten Situationen und mit abgedecktem Futter ohne Leine. Und dann klappt das auch :D

      Liebe Grüße,
      Sonja

  6. Susan Klenk

    Hallo,
    Es geht nicht um Giftköde.
    Sondern darum das unsre Hündin alles was sie sieht einfach wegfrisst. Man kann nichts liegen lassen. Ich geh kurz auf Klo und zack mein Bratpfanne ist leer. (Nicht heiß)
    Egal was rum liegt es ist weg.
    Was kann ich mit ihr tun damit sie lernt das, dass essen nicht ihre ist?

    1. liebe susan,

      wenn sie daheim immer wieder erfolg hat, weil immer etwas rumliegt, lässt sich das nicht trainieren.

      daher: daheim lieber alles sicher wegräumen

      liebe grüße,
      sonja vom hey fiffi-team

  7. Inge Kluck

    Hallo Sonja. Ich habe mit dem Training angefangen. Damit Emma nicht lernt rechts ist erlaubt und links verboten wechsle ich das öfters damit sie auch wirklich auf das Kommando achtet. Du erklärst das wirklich anschaulich. Lg Inge

  8. Susanne & Martin Reinhard

    Hallo Sonja,
    danke für das tolle Video. Kannst du mir erklären, warum immer eine Freigabe erfolgt. Im Alltag ist es ja dann meistens oder immer so, dass sie das Ding, das da am Boden liegt, nicht fressen darf. Ich check das grad nicht so ganz. Vielen Dank.

    1. Liebe Susanne,
      lieber Martin,

      das beantworte ich euch gerne :)

      Das ist schlicht eine Frage der Lerntheorie. Was ist für euren Hund wohl belohnender, sprich: Wie wird das Abwenden vom Futter besser belohnt? Wenn der Hund etwas von euch erhält oder wenn er etwas von euch erhält u n d das am Boden auch noch? ;) Daher wird im Training und da, wo es möglich ist, immer freigegeben. Der Hund muss aber unbedingt lernen, erst auf eure Freigabe zu warten! So schleicht sich auch kein Automatismus ein, so nach dem Motto: „Ich hol mir das am Boden, denn das krieg ich eh immer.“ Will euer Hund ohne Freigabe zum Futter, haltet ihr ihn davon ab (ihr habt ja eh anfangs noch ne Leine in der Hand, die müsst ihr nur halten). Er kommt erst hin, wenn ihr die Freigabe gebt.

      Und ohne Freigabe kein Futter am Boden. Das macht ihr euch dann später zunutze. Wenn euer Hund das am Boden nicht haben darf, gibts schlicht keine Freigabe, sondern ihr geht einfach weiter mit eurem Hund. Macht dann etwas ganz Besonderes als Belohnung oder legt ein paar Meter weiter nochmal kurz Futter aus, ruft ihn davon ab und das könnt ihr ihm dann wieder freigeben. Dann fällt das mit der fehlenden Freigabe davor nicht mehr so ins Gewicht.

      Also: Die Freigabe entscheidet ;)

      Liebe Grüße,
      Sonja

  9. Angie Stählin

    Was mir besonders gefallen hat an dem Video ist, dass auch mögliche Fehler benannt werden und erklärt wird, wie ich die vermeiden bzw dann „ausbessern“ kann.

  10. Stefanie Seufert

    Liebe Sonja,
    vielen Dank für das Video.
    Leider ist mein Hund taub. Hast du einen Tip, wie wir das Liegenlassen trotzdem trainieren können?

    1. Liebe Stefanie,

      danke für deine Nachricht.

      Mit einem tauben Hund ist es tatsächlich viel schwieriger. Der Hund arbeitet ja die meiste Zeit, ohne uns anzuschauen und wird durch verbale Signale gelenkt. Den Sichtkontakt des Hundes herstellen zu können, auch wenn er gerade Futter genau vor sich liegen hat, ist ohne verbale Signale recht schwierig.

      Was möglich ist: Ein Vibrationshalsband zu benutzen und das „Nix da“ mit einer sanften Vibration als Belohnungsankündigung aufzubauen. Also „nur“ mit einem Marker statt mit einem verbalen Nix da-Signal plus Marker und damit erwünschtes Verhalten einfangen und belohnen. Setzt allerdings voraus, dass der Hund die Vibration nicht negativ verknüpft oder sich dabei erschreckt. Es gibt Hunde, die kommen mit einem Vibrationshalsband überhaupt nicht klar. Da fällt diese Möglichkeit weg.

      Liebe Grüße,
      Sonja

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