Was darf mein Hund entscheiden?

„Der hat nichts zu entscheiden! Ich bin der Boss!“ Kennste, ne? Aber ist das wirklich so? Könnte es nicht so sein, dass es sowohl unseren Hunden als auch uns hilft, wenn sie so viel wie möglich entscheiden können? Und könnte es nicht sein, dass wir einfach Angst davor haben, die Kontrolle über unseren Hund zu verlieren, wenn wir ihn etwas entscheiden lassen?

Hund züngelt, Foto: Sabine Fehrenbach - Hey-Fiffi.com
Bildquelle: Sabine Fehrenbach, Fehdogs Fotografie

So nach dem Motto: Wenn er den Spazierweg entscheidet, dann beißt er mich morgen, wenn ich ihm etwas verbieten will. Spoiler: Davor brauchst du keine Angst haben! Wenn wir den Hunden eine gewisse Kontrolle über ihr Leben lassen, macht das entspanntere, gelassenere und fröhlichere Hunde. Und damit auch entspanntere, gelassenere und fröhlichere Menschen. Angst vor einem Kontrollverlust musst du nicht haben, denn letztendlich entscheidest immer noch du, welche Freiheiten und welche Entscheidungen du deinem Hund zugestehen möchtest und wo das nicht möglich ist.

Kathi Fleischer spricht mit Sonja Meiburg darüber, warum Menschen der Meinung sind, dass ihr Hund nichts entscheiden darf. Sie sprechen darüber, was das mit den Hunden und den Menschen macht. Und darüber, wie du Regeln aufstellen und auch durchsetzen kannst.
Es ist ein intensives und durchaus schon mal emotionales Gespräch, in das sich dann auch noch ein kleiner Überraschungsgast auf zauberhafteste Art und Weise mit eingeschaltet hat.

Kommentare

3 Antworten zu „Was darf mein Hund entscheiden?“

  1. Marion Bergmann

    Mega ich hab so viel mitgenommen aus eurem Gespräch.
    Vielen Dank
    Mir geht es jetzt grade so viel besser
    Ich hoffe, dass ich viel davon in mein Leben mit meiner Sascha anwenden kann.
    Ich bin überzeugt, dass uns das sehr helfen kann.

    Danke

  2. Sabine

    Tatsächlich habe ich in den ersten Minuten daran gedacht, den Podcast wieder auszuschalten … ;-)
    Aber das (geplante) Thema interessierte mich doch zu sehr.
    Ich bin auch öfter angesprochen worden, weil ich „zu nachgiebig“ oder „inkonsequent“ sei mit dem Tier und zu sehr auf dessen Bedürfnisse reagieren würde.
    Ich bin erleichtert, dass das bei euch auch so gesehen wird, wie ich es erlebe – und nun habe ich auch die Argumente dazu. :-)

  3. AK

    Schön, dass ihr dieses Thema mal ansprecht. Unsere Hündin hatte ein sehr ausgefeiltes System, um uns genau mitzuteilen was sie gerade braucht und ihr gut tut. Das haben wir schon immer gefördert und sehr geschätzt. Es geht doch darum, dass wir alle zufrieden sind und dass wir uns miteinander wohl fühlen. Wir haben immer versucht zu ermöglichen was sie will und braucht und wenn es doch mal nicht ging, dann war sie so kompromissbereit. Aber wir haben auch liebevoll miteinander diskutiert und mal hat sie uns überzeugt und mal wir sie. Es ist für alle Seiten einfach nur befriedigend, wenn es so laufen darf.

    Und was die Spazierwege betrifft war super hilfreich Gebiete auszusuchen mit ganz viel Auswahlmöglichkeit. Unsere Hündin hat je nach Tagesform ganz gezielt ausgesucht was sie kann. In die Vollen (Menschen/Hunde) gehen, ins jagdlich spannende Gebiet gehen oder eher die langweilige Strecke.

    Auch in der Wohnung hat sie uns klar mitgeteilt was ihr jetzt lieb wäre und wir haben das sehr genossen. Es entsteht da auch ein tiefes gegenseitiges Vertrauen. Die Wahl zu haben ist nicht nur für uns Menschen wichtig.

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