Strafe ohne Schrecken – Wie positive Trainer*innen mit unerwünschtem Verhalten umgehen

Strafen positive Hundetrainer*innen wirklich nie? In dieser Folge des Fiffi-Casts räumen Sonja Meiburg und Hundetrainerin Regine Hochhäusler mit einem der hartnäckigsten Vorurteile im Hundetraining auf.

Hund blickt in die Kamera, Foto: Sabine Fehrenbach (0Q9A7717) - Hey-Fiffi.com
Bildquelle: Sabine Fehrenbach, Fehdogs Fotografie
Hund blickt in die Kamera, Foto: Sabine Fehrenbach (0Q9A7717) - Hey-Fiffi.com
Bildquelle: Sabine Fehrenbach, Fehdogs Fotografie

Ja – auch im positiven, bedürfnisorientierten Hundetraining wird gestraft. Aber kein Hund wird erschreckt oder bedroht. Und natürlich muss im positiven Hundetraining kein Hund Schmerzen erleiden.

„Ja, aber der muss doch wissen, dass der das nicht darf und dafür muss ich ihn doch bedrohen!“.

Nein, musst du nicht! Egal, ob dein Hund andere Hunde aggressiv anbellt, Katzen jagt oder Menschen doof findet. Du möchtest wissen, wie du an unerwünschtem Verhalten auch ohne Erschrecken, Bedrohen oder Schmerzen trainieren kannst? Dann hör rein!

Wir sprechen darüber,

  • warum du die Emotionen deines Hundes in dein Training mit einbeziehen musst,
  • warum dein Hund meistens keinen Konflikt mir dir hat, auch wenn das gerne mal so dargestellt wird,
  • warum Verbote allein nicht helfen und
  • wie positiv aufgebaute Abbruchsignale funktionieren, ohne Hunde einzuschüchtern.

Eine Folge für alle, die Hundetraining ohne Angst wollen.

Wenn du Hundetraining jenseits von einschüchternden Strafen, Druck und Mythen suchst – wenn du verstehen willst, warum Hunde sich so verhalten, wie sie es tun, und wie du sie fair, klar und liebevoll begleiten kannst, dann ist das Hey-Fiffi-Abo genau für dich.

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Kommentare

3 Kommentare zu „Strafe ohne Schrecken – Wie positive Trainer*innen mit unerwünschtem Verhalten umgehen“

  1. Heike

    Liebe Sonja! Danke für deine schnelle Antwort. Das beruhigt mich, was du schreibst . Ich werde aber mal wieder mehr drauf achten, ob meine Hündin vielleicht gerne näher hin möchte zum anderen Hund und das dann nach Ansprache des anderen Teams ggf. mal probieren.
    Nochmals DANKE und viele Grüße von
    Heike

  2. Heike

    Liebe Sonja!
    Vielen lieben Dank für dieses interessante Gespräch mit Regine, das mir sicherlich helfen wird, besser zu argumentieren bei Gesprächen mit, wie Regine sagt, traditionell trainierenden Menschen.
    Ich hätte aber eine Frage zum Thema Hundebegegnungen. Das Training dazu habt ihr ja auch thematisiert im Gespräch:
    Was hältst du von der Theorie, dass die MEISTEN Hunde ein Bedürfnis nach Sozialkontankt mit anderen Hunden haben und deshalb dann aus Frust aggressiv an der Leine reagieren ( die ja den Nahkontakt verhindert) und durch die Distanz auch nicht lernen, sich sozial im Nahkontakt zu verhalten??? Der Nahkontakt müsste dieser Theorie zufolge unter Anleitung trainiert werden und dann verschwinde die Leinenagression.
    Mich verunsichert das jetzt eher, da wir mit dem Distanz Einhalten gut zurecht kommen und ich jetzt befürchte, Grundbedürfnisse meines Hundes nicht zu erfüllen ( Hundekontakt findet bei uns hauptsächlich bekannten Hunden statt).
    Was meinst DU dazu?
    Vielen Dank im Voraus für deine Antwort und beste Grüße von Heike

    1. Liebe Heike,

      das hat mehrere Ebenen.
      Zum einen: Ein Hund, der total gerne in Sozialkontakt geht, ist im Nahkontakt nett, nicht aggressiv. Es kann natürlich sein, dass ein Hund gefrustet ist, wenn er den Kontakt nicht haben darf und Frust kann auch in Aggression umschlagen. Aber: Ein Hund, der gefrustet und aggressiv ist, ist im Nahkontakt dann nicht nett. Daher ergibt es keinen Sinn, einen Hund, der auf Entfernung aggressiv reagiert, direkt in einen Nahkontakt zu lassen. Dafür ist die Aufregung/der Frust/die Aggression zu groß. So kann kein guter Nahkontakt entstehen.

      Ein Hund kann aber lernen, sich ruhig anzunähern und dann mit dieser Ruhe auch in den Nahkontakt zu gehen. Dann verläuft auch der Nahkontakt ruhig und für alle angenehm. Also: Erst auf Distanz üben und dann erst annähern. So wird sowohl das Vorbeigehen an anderen Hunden auf Distanz, als auch der Nahkontakt besser.

      Wenn dein Hund Hundekontakt mit bekannten Hunden hat, reicht das doch völlig aus. Ich kenne so gut wie keinen Hund, der gerne regelmäßig Kontakt zu unbekannten Hunden hat. Das ist eher die Ausnahme. Mit bekannten Hunden, zu denen ein Vertrauensverhältnis besteht, haben die meisten Hunde sehr gerne Kontakt, zu unbekannten Hunden meistens eher weniger. Hat dein Hund Kontakt zu Kumpels, ist sein Grundbedürfnis bereits erfüllt :) Mag er sehr, sehr gerne Kontakt zu fremden Hunden haben, kannst du ihm das ja auch ermöglichen. Wird er allerdings bei Begegnungen mit fremden Hunden gefrustet/aggressiv, entspricht das eher nicht seinem Grundbedürfnis ;) Du kannst daran natürlich trotzdem arbeiten, aber glücklicher ist dein Hund dann doch wohl eher mit bekannten Hunden :)

      Liebe Grüße
      Sonja

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