Die Hunderasse Dobermann

In unserer Reihe „Rassebeschreibungen ungeschönt“ möchten wir dir im Laufe der Zeit einige beliebte Hunderassen vorstellen. Wichtig ist zu wissen, dass eine Rassebeschreibung ein von Menschen erdachtes Idealbild darstellt. Das heißt, dass nicht jeder Rassehund seiner Rassebeschreibung entspricht. Jeder Hund ist ein Individuum. Außerdem solltest du wissen, dass manche Rasseeigenschaften auf dem Papier zwar ganz nett klingen, in Wirklichkeit aber je nach Lebenssituation des Hundes zu unerwünschten Verhaltensweisen führen können. Sandra Nusser hat da mal was zu „ihrer“ Rasse, dem Dobermann, zusammengefasst.

Dobermann
Bildquelle: Sandra Nusser

Vom Gendarmen zum Charmeur. Die Geschichte des Dobermanns begann im späten 19. Jahrhundert, als der Steuereintreiber und Hundefänger und späterer Namensgeber Friedrich Louis Dobermann begann, einen mannfesten und verteidigungsbereiten Schutzhund zu züchten. Unerschrocken, mutig und scharf wurden die Vorfahren des heutigen Dobermanns von der damaligen Polizei geschätzt und der Gendarmenhund war geboren.

Wer die Vielfalt liebt…

Wer heute einen Dobermann hält, der erkennt mal mehr, mal weniger vom ehemaligen Gendarmen. Es gibt den Dobermann in Scharf, Mittelscharf und Mild, und die meisten switchen problemlos hin und her, je nach Bedarf. Zuhause der absolute Couchpotatoe, der mit dem Kind kuschelt, kann der Dobermann draußen ganz gemäß seinem Erbe zum Beschützer mutieren, der sein Revier und vor allem seinen Menschen eindrucksvoll bewacht. Genau diese Vielfältigkeit macht ihn aber zu einem wundervollen Partner für alle Bedürfnisse – Dobermänner sind eigenständig, höchst loyal, nehmen sich und ihre Menschen ernst.

Der Spätentwickler

Wer mit einem Dobermann lebt, sollte diskussionsbereit sein, denn er ist kein Befehlsempfänger und schätzt gute Argumente. Das alles macht ihn nicht gerade zu einem einfachen Hund. Als Spätentwickler überrascht er noch mit drei Jahren mit der gefühlt zehnten Pubertät. Als Blitzbirne lernt er alles, und zwar schneller, als seinem Menschen lieb ist. Bei vielen tritt allzu heftig das Greyhound-Erbe zutage und man fragt sich bisweilen, ob man einen Dobermann oder einen Windhund an der Seite hat. Eines aber ist allen Dobermännern gemein: ihre Schönheit und ihre Gabe, Hunde und Menschen um die Pfote zu wickeln. Auch wenn er manchmal noch als gefährlich gilt: Kaum jemand kann dem Anblick eines Dobermanns widerstehen. Aus dem Gendarmen wurde ein Charmeur, und heute ist der Dobermann ein sehr beliebter Hund: schön, stolz, schnell und schlau.

Die todkranke Rasse

Leider ist er darüber hinaus vor allem eins: todkrank. Seit vielen Jahren beherrscht die tödliche DCM (Dilatative Cardiomyopathie) die Rasse und mit der steigenden Prävalenz sind mittlerweile über 60% der Population betroffen. Durch mangelnde Aufklärung und Profitgier wird der Dobermann immer noch als vitale, langelebige Rasse gepriesen. Ein Schlag ins Gesicht für all die Menschen, die einen oder zwei oder fünf Hunde an DCM verloren haben: Kein Grund für den Zuchtverband, das Problem anzuerkennen. Die steigende Anzahl von jungverstorbenen Hunden zeigt, wie sehr DCM wütet, weil niemand reagiert hat, als noch Zeit war. Wenn kein genetisches Wunder geschieht, endet die Geschichte des Dobermanns nach 200 Jahren und die Welt verliert eine ganz besondere Sorte Hund. Ein Hund für Menschen, die alles wollen, außer Langeweile. Ein Hund für Menschen, die an sich wachsen wollen. Eine Rasse, die einen völlig für sich beansprucht, das aber mit bedingungsloser Liebe bezahlt. Der Dobermann wurde als Schutzhund gezüchtet, und er macht seinen Job verdammt gut.

Sandras Arthos (der Hund auf den Fotos) ist kupiert, da es sich bei ihm um einen Hund aus zweiter Hand handelt. Dobermänner dürfen heutzutage glücklicherweise nicht mehr kupiert werden und haben jetzt wunderschöne Schlappohren. Leider hat Arthos auch DCM

Über die Autorin

Sandra Nusser
Bildquelle: Sandra Nusser

Sandra Nusser ist 38 Jahre alt und lebt mit ihrem Dobermann Arthos in Oberhausen im sonnigen Baden.
Ihr erster Dobermann zog 2005 ein und durch ihn kam sie zum Training über positive Verstärkung. Als 2008 Arthos dazu kam, war die Hundehaltung schon lange zum Lebensinhalt geworden und für drei Jahre machte sie das Hobby zum Beruf und führte mit Arthos als Co-Sitter eine kleine Hundepension, die sie leider aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste.

Sie hat Arthos die Facebook Seite „Doberliebe“ (leider nicht mehr online) gewidmet und ist als Hundefotografin unterwegs.

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Kommentare

32 Antworten zu „Die Hunderasse Dobermann“

  1. Vera

    Hallo,
    Ich würde gerne wissen warum Arthos kupiert ist, aber leider funktioniert der Link nicht.

    1. Oh, stimmt, der Link geht nicht mehr -.-

      Arthos kam bereits so zu Sandra. :)

      Liebe Grüße,
      Sonja

      1. Vera

        Danke für die Antwort! Ich finde es übrigens sehr schade, dass der Artikel nicht näher auf das Kupieren eingeht (und, dass das einzige Foto von einem kupierten Dobermann ist). Es ist gerade bei dieser Rasse ein sehr großes Thema und die Rassenbeschreibung ist nicht vollständig wenn man es gar nicht erwähnt.
        Viele Grüße!

        1. Liebe Vera,

          danke für deine Anmerkung :)

          In Deutschland herrscht ja schon seit knapp 20 Jahren Kupierverbot. Daher ist es normalerweise nicht notwendig, darauf noch einmal einzugehen. Die Dobermänner aus deutscher Zucht sind dementsprechend in der Regel unkupiert (oder wenn kupiert, dann illegal) und sehen so auch viel hübscher aus.

          Liebe Grüße,
          Sonja

          1. Sarina

            Stimmt nicht ganz. Es gibt Länder in der Eu, wo das Kupieren noch erlaubt ist. Einen kupierten Hund nach Deutschland einzuführen NICHT illegal, wenn man sich daran hält, dass er erst gegen Tollwut geimpft wird (12 Wochen) plus 21 Tage Karenzzeit. Einen Dobermann ins das Ausland zu verbringen zum kupieren und dann wieder einführen ist illegal.

    2. Priscilla

      Tolle, treffende Beschreibung. Vorallem was DCM angeht… Meine Familie hat bereits 3 von 9 Hunden an DCM verloren. 2 sind noch da…

    3. PreSto

      Wieso ist das so wichtig? Das Thema ist Wesen des Dobermanns.

      1. Das ist schon wichtig, weil das Kupieren auch Auswirkungen auf das Verhalten eines Hundes haben kann.
        Zum einen werden dem Hund dadurch wichtige Kommunikationsmittel genommen.
        Zum anderen können durch Kupierwunden Nervenschmerzen entstehen, die auch unmittelbare Auswirkungen auf das Verhalten haben.
        Es ist gut, dass das jetzt schon so lange verboten ist.

        Liebe Grüße,
        Sonja vom Hey Fiffi-Team

  2. Myri

    Hallo Sonja, was das Kupieren betrifft gehen da die Meinungen sehr auseinander! Bevor wir unsere Freya bekamen ( Dobi-Hündin) hatten wir einen Rüden, welcher nur den Schwanz kupiert hatte. Die Ohren waren unkupiert! Schaut sehr süß aus, ist aber für diese Hunderasse nicht wirklich von Vorteil! Bei dem kleinsten Riss am Ohr, sei es, weil er im Wald am Ast entlang geschrappt ist oder zu wild mit unserer Hündin gespielt hat, waren die Wunden dermaßen am bluten und es dauerte fast bis zu 14 Tage, bis es einigermaßen verheilt war!! Der Schwanz beim Dobi ist normal sehr lang u dünn! Was zur Folge hat, das dieser bei heftigem wedeln gegen Gegenstände schnell Blutig wenn nicht sogar gebrochen werden kann! Ich kann verstehen, das dass Verbot wegen Hinterhof Kupierungen verboten wurde, aber wenn es unter medizinischer Ausführung passiert , stehe ich da noch voll hinter! Unsere Hündin ist vollkupiert!!! Von einer deutschen Züchterin! Welcher einem Zuchtverband aus dem Ausland angehört! All ihre Dobis werden bei einem Tierarzt kupiert und die Welpen werden erst dann vermittelt, wenn alles gut verheilt ist!

    Schöne Grüße Myri

    1. Liebe Myri,

      vielen Dank für deinen Post.

      Wir stehen nicht hinter einem Kupieren von Ohren oder Rute. Aus einem einfachen Grund: Damit werden dem Hund sehr wichtige Kommunikationsmittel genommen. Wenn Dobermänner an Ohren oder Rute empfindlich sind, wäre eine entsprechende Zucht in dieser Richtung sinnvoll, aber kein Kupieren.

      Liebe Grüße,
      Sonja vom Hey Fiffi-Team

  3. Myri

    Wie schon erwähnt Sonja , da gehen die Meinungen sehr auseinander! Aber unsere Freya kann sehr wohl mit ihrem kupierten Schwanz u ihren Ohren kommunizieren!!!! Sie sind ja nicht völlig ab!!! Und es gibt eine Richtlinie wie lang der Schwanz zu sein hat! Unsere Freya kann also sehr wohl auch mit ihren kupierten Schwanz Freude oder Angst zeigen, ebenso mit den Ohren! Was das zurückzüchten der Ohren u Rute betrifft, da stimme ich dir zu! Wäre toll wenn es den Züchtern gelingen würde Liebe Grüße Myri

    1. Das stimmt. Die Kommunikation ist dennoch erheblich eingeschränkt. Außerdem werden dem Hund dadurch unnötig Schmerzen verursacht. Es hat ja seinen Grund, dass das Kupieren hier schon seit vielen Jahren verboten ist. Die Züchter hatten dementsprechend Zeit, für entsprechende Zucht zu sorgen. Ich hoffe sehr, dass das ganz bald umgesetzt wird.

      Liebe Grüße,
      Sonja

      1. Carola

        Hallo, bin etwas spät. Aber ich möchte dies noch loswerden. Zuallererst: ich bin gegen das Kupieren von Rute und Ohren. Aber ich widerspreche dass kupierte Ohren die Kommunikation erschweren. Im Gegenteil. Wenn man alle Vertreter der Familie canidae betrachtet haben alle Hundeartige Stehoren. Meines Wissens gibt es sogar im gesamten Tierreich keine Schlapp/Klappohren. Ich rede nicht von großen Ohrmuscheln wie zB Elefant oder Kaninchen. Ich rede davon dass das Ohr den Gehörgang abdeckt. In der Natur werden durch natürlich Auslese die besten Gene weitergegeben. In diesem Fall Stehohren. Der Mensch hat durch Zucht diese unnatürliche Ohrform kreiert. Menschliche Vorlieben haben vielen Hunderassen eher geschadet. Wie zB bis zur Karikatur zurückgezüchtete Schnauzen/Nasen. Aber da sind wir beim Thema Qualzuchten, das allein ist Abendfüllend. Wünschenswert ist das Züchter mehr Wert auf die natürliche Gesundheit legen und nicht einfach lukrative Nachfragen befriedigen!

        LG Carola

  4. Carsten

    Die Argumente von der Myri sind typische Argumente von Verfechtern des Kupierens und vollkommen haltlos und konstruiert, ich halte seit 30 Jahren Dobermann und hatte noch nie dieses Problem noch kenne ich jemanden der jemals soetwas erlebt hat und ich kenne viele Dobermann – Halter über die Jahre. Das ein offenes Ohr besser funktioniert als eines mit Vorhang ist klar, wenn eine Wunde nicht verheilt hat es sicher andere Ursachen als die dass es unkopiert ist, und dass ein Schwanz beim wedeln gegen einen Gegenstand bricht oder blutig schlägt ist wirklich Quatsch x 3 , dann hätten sich in meiner Obhut sämtliche Hunde die Schwänze gebrochen oder wären permanent mit blutigen Welchen rumgelaufen. Ein unkopierter Schwanz trägt ausserdem zur besseren Ausbildung der Muskulatur bei! Sorry, aber das ganze Theater ist ein Ammenmärchen von uneinsichtigen Züchtern und co. Die Rasse ist sicher nicht mehr zu retten weil die Ignoranz der Verantwortlichen grenzenlos ist und sie sich in einer Traumblase befinden und keine Kritik zulassen oder akzeptieren, für sie ist es eine Rufmordkampagne um die Rasse tot zu reden, das sie selbst die Ursache dafür sind wird komplett ausgeblendet und wer querschiesst im Verband wird schnell die Freude verlieren…..

  5. nero heimberger

    schade dass alle nur was schreiben vom kupieren.mein dobi nero wurde vor 5 wochen aufgrund der krankheit dcm eingeschläfert,seither falle ich immer tiefer in ein seelisches loch.wenn jemand das mitmacht wie der dobi an dieser krankheit stirbt bzw.im eigenen körper ertrinkt,dann stirbst du fast mit deinem hund.

  6. Andrea Bradler

    Ich denke, es gibt schwerwiegendere Probleme beim Dobermann, als das Kupieren. Stattdessen sollten besser Kardio Untersuchungen in der Zucht verpflichtend sein. DCM wird stillgeschwiegen und es wird ohne Rücksicht weiter gezüchtet. Ich bin für jeden einzelnen Tag dankbar, an dem mein Dobermann mit dieser Erkrankung noch neben mir ist! Egal ob kupiert oder nicht.

    1. Liebe Andrea,

      das Schöne beim Kupieren ist: Man kann es einfach vermeiden ;)

      Auf DCM aufmerksam zu machen, bedeutet ja nicht, dass man dann automatisch mit einem kupierten Hund leben muss.

      Liebe Grüße,
      Sonja vom Hey Fiffi-Team

  7. Mario Müller

    Hallo, der Thread ist zwar schon etwas älter aber da ich gestern meinen fünften Dober einschläfern lassen musste möchte ich auch etwas dazu sagen. Wir hatten 5 Dobermänner Einzeltier, als Paar(keine Zucht), danach nochmal 3 Einzeltiere. Der erste wurde im Alter von 5 Jahren eingeschläfert, Leukämie. Die nächsten beiden im Alter von 9,5 Jahren(Hundin) wegen Gesäugeleistentumoren und Gebärmutterkrebs, der vierte im Alter von 12! Jahren auch an Krebs und er war tatsächlich das letzte halbe Jahr mit DCM belastet- also sehr spät bekommen, der letzte 3Jahre und 2 Monate an Niereninsueffizenz mit daraus resultierenden neurologischen Schäden ( und nein es wurde NICHT zu spät darauf reagiert, sondern eine sofortige Intensivbehandlung eingeleitet)…Was ich damit zum Ausdruck bringen möchte ist die Tatsache das es nicht nur DCM ist die diese Rasse belastet sondern schon weit vorher durch intensive Inzuchtverpaarungen einiger die Autoimmunkrankheiten erheblich gesteigert wurden und DCM dann noch zum krönenden Abschluß dazu kam – weil man mit dem Dobermann so richtig Geld verdienen konnte , sogar noch kann. Leider ist es so das dieser genetische Flaschenhals immer größer wird weil die genetische Vielfalt dermaßen eingeschränkt wurde – mit durch Ignoranz der Verantwortlichen-, so das ohne einzüchten anderer Rassen wohl nichts mehr zu retten ist und selbst das dürfte fraglich sein. Aus vollem Bewusstsein sage ich daher – und ich wiederhole noch einmal , ein Dober war , ist und wird immer „mein“ Hund bleiben – das es besser sein wird wenn diese Rasse tatsächlich aufhört zu existieren. Friedrich Louis Dobermann und die nachfolgenden Züchter wie Otto Göller die diese Rasse einst geprägt haben würden sich im Grabe umdrehen wenn sie wüssten was aus dieser Rasse gemacht wurde. Noch ein paar Sätze zum kupieren, mein erster Vollkupiert (und noch erlaubt) konnte sehr wohl und sehr gut mit anderen Hunden kommunizieren und es gab nie Probleme, er hatte auch in keinster Weise irgendwelche Ohrenprobleme und meinem Anschein nach auch keine sogenannten Phantomschmerzen! Das Paar war noch jeweils an der Rute kupiert ( vom Züchter so bekommen)auch das behinderte nicht die Kommunikation. Die nächsten zwei waren unkupiert , es ist mittlerweile vollkommener Blödsinn einen Rutenbruch als Argument einzuwerfen , da die Ruten mittlerweile so kräftig sind das hier nicht mehr oder weniger als bei anderen Rassen passiert. Was allerdings schon erheblich ist , ist die Tatsache das die Rutenschläge beim Wedeln von Dobis wie eine Art Peitschenschläge sind. Die letzten zwei hatten jedoch irrsinnig Probleme mit den Ohren was wiederum auf das hängende Ohr zurückzuführen war. Nr.2 und 3 hatten diese Probleme nur bedingt, Grund hierfür war das sie zwar hängende Ohren hatten jedoch nicht so ausgeprägt wie die letzten zwei weil man bei diesen beiden züchterisch einfach noch nicht so weit war das das Ohr dem Rasseporträt zu 100% entsprochen hat. Das ganze soll jetzt keine Befürwortung für das Kupieren sein – Verbot ist Verbot aber man sollte – und das beschreibt jetzt eigentlich das ganze Dilemma – sich mal grundlegend über den Rassestandard Gedanken machen den auch hieraus könnte eventuell ein größerer Genpool wieder aufgebaut werden. Und falls jetzt irgendwelche Züchter , Funktionäre oder sonstige ambitionierte der Meinung sind ihrem Unmut freien Lauf zu lassen – gerne , kann ich mit leben!, denn genau diejenigen wie auch ich wissen alle das eine ungeschönte Wahrheit sehr viel mehr zutage förden würde.

  8. Rebbecca Bräünlich

    Meine Dobermann-Hündin Ohara( 2,5 Jahre) ist nicht kupiert was erstmal schön ist, nur leider ist es schade das dobermänner kupiert werden
    und ich habe mal eine frage:
    können dobermänner wieder genesen werden wenn sie DCM haben ?
    würe mich sehr interessieren.

    LG

    Rebecca

    1. Liebe Rebecca,

      vielen Dank für deine Nachricht.

      Wir sind keine Experten in Sachen DCM, aber so weit wir das beurteilen können, ist DCM nicht heilbar. Der Krankheitsverlauf lässt sich aber durch gut eingestellte Medikation beeinflussen.

      Liebe Grüße,
      Sonja vom Hey Fiffi-Team

    2. Marion

      Hallo Rebecca,
      m. Wissens nach ist DCM nicht heilbar.
      Wird es früh genug erkannt, soll man die Lebenszeit durch Medikamente verlängern können.

      Meinen Standpunkt dazu finden nicht alle gut.
      Ich persönlich lasse keine Früherkennung machen. Was bringt es mir Das zu wissen,
      meinen Dobi´s für den Rest seines eh kurzen Lebens einzuschränken und die Freude an den Dingen zu nehmen die ihm Spaß machen … halt alles das was ihn aufregen kann, toben, rennen mit anderen spielen nur um ihn zu schonen und noch etwas Zeit für mich mit ihm zu gewinnen. Dazu kommen die Medikamente …
      Ich habe es einmal durch, unverhofft kurz vorm 6. Geburtstag.
      Ja es war die Hölle für mich – von jetzt auf gleich, aber die Zeit die er hatte, hat er intensiv gelebt ohne Einschränkungen, ohne Medikamente …

      LG
      Marion

  9. Daniel

    Der Dobermann auf dem Foto ist wie aus dem Bilderbuch. Hoffentlich bleibt diese Rasse uns noch lange erhalten.

    1. Warum werden immernoch Bilder vom Dobermann mit kupierten Ohren gezeigt. Kein Dobermann sieht so bei der Geburt aus, es ist eine Verstümmelung die verboten ist und nicht weiter propagiert werden sollte

      1. Liebe Maren,

        vielen Dank für deine Nachricht.

        Im Artikel und in unseren Anmerkungen ist erklärt, warum dieser Dobermann kupiert ist.

        Wir propagieten das nämlich keineswegs.

        Liebe Grüße,
        Sonja vom Hey Fiffi-Team

  10. Marion

    Aber mal zum eigentlich Artikel,

    ich finde damit die Rasse toll beschrieben … meine Dobi´s waren alle total verschiedene Charaktere, von Schweinebacke (liebevoll gemeint :-) ) bis chillig, fürsorglich und völlig ohne jede Ambition alle gleich töten zu wollen.

    Ich finde ja – Dobi´s sind ein bisschen wie Katzen – man kann sie noch so gut erziehen, sie behalten ihren eigenen Kopf.

    Mein aktueller wird im November 2 und wir sind grade mal wieder in der Phase – mal schauen wie weit die Geduld meiner Futterspenderin aus reiz bar ist. Sorry für den Vergleich, aber wie mit Kindern … einmal zum an die Wand nageln und mal total zum knuddeln, am besten auf dem Schoß.

    LG
    Marion

  11. Claudia

    Ich durftemein dobi baby 13jahre an meiner Seite haben, sie war nicht kupiert und der schönste edelste Hund .Mensch Leute, seit froh so einen Hund zu haben. Sie fehlt mir jeden Tag.

  12. Welch ein wundervoll treffender Text über das Wesen des Dobermann! Einen geneigten Dank dafür!
    Rainer (dober-narrisch), mit Doberfrau Amber

  13. Noch ein Wort zum Kupieren bzw. Kupierverbot: Ehrlich gesagt nerven mich da beide, aus meiner Sicht jeweils extreme Haltungen ein wenig. Ich selbst bin Gegner des Kupierens, möchte meine Ablehnung des Kupierens aber nicht ins Ideologische übersteigern.
    Wenn man es wollte, dass dieser (schlanke, elegante) Hund „bulliger“ wirke, aggressiver, schneidiger, einschüchternder, dann würde man freilich, gesetzliche Gestattung vorausgesetzt, zum Kupieren neigen. Sicherlich auch eine Frage des Einsatzzweckes. Wobei ja der Dobermann, Frostbeule, die er nun mal ist, nahezu komplett aus dem „hoheitlichen“ Einsatz in Staatsdiensten verschwunden scheint.

    Ich persönlich will einen „einschüchternd“ wirkenden Hund gerade nicht. Erstens hat ein Dobermann von seinem Wesen her Schmackes genug, um ein Einschüchtern über äußere „Zusatz“attribute nicht nötig zu haben. Zweitens finde ich immer wieder Schwächen bei den Argumenten der Kupier-Befürworter. Das vielleicht blödeste Argument, das ich fand: Die Hunde würden sich mit unkupierter Rute selbige beim Wedeln blutig schlagen, an Heizkörpern, Wänden etc. Wenn ich ein Wedelmonster gewollt hätte, dann wäre mein Hund ein Labrador Retriever. Ein Dobermann kuschelt eleganter und weniger aufdringlich. Und das gilt, meiner Erfahrung nach, auch für seine gestischen Bekundungen der Zuneigung.

    1. Gottseidank muss darüber ja gar nicht mehr diskutiert werden, weil das Verbot ja eindeutig ist :)

      Liebe Grüße,
      Sonja vom Hey Fiffi-Team

    2. Sandra

      Hallo Rainer,
      ich lebe heute mit einem Podenco zusammen, der selbstverständlich unkupiert ist, durch einen kleinen Setter-Anteil auch Schlappohren hat, und podencotypisch mit seinem ganzen Körper alles andere als sparsam umgeht. Er macht weder sich noch seine Umgebung kaputt :) Tatsächlich habe ich nie von Dobermännern gehört, die sich Ohren oder Rute verletzen – das kenne ich zb von Rhodesian Ridgebacks, die kupiert aber niemand. Kupierbefürworter werden IMMER fadenscheinige Gründe finden und ich freue mich, dass du es anders siehst ♡

  14. Kerstin

    Ich finde es sehr traurig, dass man unsere wunderbare Rasse immer wieder nur auf ihre Ohren beschränkt. Würde unser Gesetzgeber endlich ein Einfuhr- und Halteverbot vorschreiben hätte diese ganze völlig sinnlose Diskussion ein Ende!
    Es gibt weiß Gott wichtigere Probleme!

  15. Sandra

    Ich bin überrascht, dass mein Rasseportrait immer noch diskutiert wird ♡
    Liebe Sonja, dir an dieser Stelle ein Dankeschön dafür, dass du all die Kommentare so deeskalierend aussitzt!

    Mein wundervoller Arthos ist vor über drei Jahren friedlich eingeschlafen. Er hat in seinem langen Leben vieles bewirkt, in jeder Hinsicht. Heute habe ich keinen Dobermann mehr, die Angst ist zu groß. Aber jeder Dobermann dieser Welt wird immer mein Herzenshund sein ♡

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