„Ich fange dir keinen Fisch. Ich zeig dir, wie man angelt.“ Möchtest du lernen, Hunde zu lesen und ihr Ausdrucksverhalten besser zu verstehen? Dann könnten dir die Arbeitshefte von “Sprich Hund” eine große Hilfe sein. Hey Fiffi-Trainerin Ines Hinz hat sich die Hefte mal angeschaut. Ist das jetzt unbezahlte und ungefragte Werbung aus Überzeugung? Ja, ganz sicher. Zu Recht.

Arbeitsheft Hunde verstehen

Wissen, wie´s geht

„Ich fange dir keinen Fisch. Ich zeig dir, wie man angelt.“ Dieses Sprichwort fand ich lange Zeit ziemlich doof. Ich hatte ein Problem und wollte gerne, dass es für mich gelöst wird. Ja, als sehr bequeme Person, die ich irgendwie bin, fand ich es eigentlich sehr angenehm, wenn mein Mann für mich den PC wieder ans Laufen brachte, nachdem ich „gar nichts gemacht“ hatte oder mir das neue Bücherregal zusammenbaut und einfach an die Wand schraubte. Das lief auch sehr lange sehr gut. Für mich. Bis er eines Tages mit diesem blöden Spruch um die Ecke kam, mir einen Schraubenzieher in die Hand drückte und mir erklärte, dass man Schrauben nicht in die Wand hämmert, sondern eben schraubt. Erst war ich regelrecht wütend auf ihn, denn eigentlich wollte ich doch, dass er in schönster „Supermann-Manier“ mein Problem für mich löst- wie es bis zu diesem Zeitpunkt doch auch wunderbar geklappt hat. Naja. Nachdem ich mich ein bisschen (okay: lautstark) echauffiert hatte, schnappte ich mir beleidigt die Schrauben und ließ mich darauf ein. Und ob ich wollte oder nicht, ich musste zugeben, dass es Spaß machte. Mein Mann erklärte mir geduldig, was ich wie zu tun hatte, warum wir einen Schritt nach dem nächsten machten und nicht übereilt das frisch zusammengeschusterte Regal an die Wand klebten. Wir hatten gemeinsam Spaß, und ja- als es nun robust vor mir stand, war ich wirklich ein bisschen stolz auf mich, auf uns.

Die Arbeitshefte

So. Und was hat diese kleine Anekdote nun mit den Arbeitsheften von Christiane Jacobs zu tun? Sie hat mit den Arbeitsheften „Hunde verstehen“ und „Hundebegegnungen“ jeweils ein kleines aber feines Werk geschaffen, um HundebesitzerInnen einfach, logisch und fachlich hoch kompetent einen guten Einblick darüber zu geben, was eigentlich in der Kommunikation zwischen Mensch und Hund schief laufen kann. Nein, eigentlich zeigt sie gar nicht auf „Fehler“, was mir besonders gut gefällt. Sie erklärt. Sie erklärt so wunderbar, bebildert mit schönen Fotos und ihren wirklich tollen
„Körpersprachis“ (=Illustrationen) die Körpersprache unserer Hunde und gibt einen umfassenden Einblick darüber, auf was wir HundebesitzerInnen achten könnten. In verschiedenen knappen aber griffigen Kapiteln, beschreibt Christiane Jacobs das Ausdrucksverhalten von Hunden. Sie zeigt z.B.
durch das Bild (geprägt von Fr. Dr. Ute Blaschke-Berthold) vom Hund und den „Pfeilen“, wie sich die einzelnen Körperteile und Körpersignale – Ohren, Rute, Muskeltonus, Körperschwerpunkt…, – je nach emotionalem Befinden des Hundes verändern können.

Nicht werten, sondern beschreiben

Sie wertet nicht, sie bleibt in der Beschreibung. Sie gibt Informationen darüber, was sich wie verändern kann und welche Konsequenzen dieses Verhalten nach sich ziehen könnte. Nur selten lässt sich Christiane Jacobs zu allgemeingültigen Tipps hinreißen, und wenn doch, so sind diese immer auf die Kommunikation des Hundes ausgerichtet und darauf, dass die Motivation des Hundes ein spezifisches Verhalten zu zeigen so weit wie möglich unterstützt wird, wie zum Beispiel der Wunsch nach mehr Abstand zu einem anderen Lebewesen oder Gegenstand. Bogen laufen, mehr Raum geben, ohne Zeitdruck mit dem Hund an einem Auslöser vorbei zu gehen kann niemals falsch sein, wenn ein Hund um mehr Abstand bittet.
Wie er das tut, erklärt Christiane anschaulich.

Eigene Beobachtungen

Aber das Arbeitsbuch geht noch weiter, denn ja- der Leser/ die Leserin wird motiviert, selber zu arbeiten. Seine eigenen Beobachtungen mit seinem eigenen Hund zu machen und diese nicht nur für sich wahrzunehmen, sondern sie sich ganz bewusst zu machen. Hierfür nutzt sie Beobachtungsaufgaben, für die direkt im Arbeitsheft Platz für die eigenen Notizen bereit steht. Also auch für etwas bequemere Menschen wie mich wird eine Möglichkeit direkt aktiv zu werden direkt mitgeliefert. Raus aus der Komfortzone und ran an die Buletten… an die Beobachtungen! Man muss es nur noch tun. Und beim Lesen der Kapitel bekommt man richtig Lust, sich seinen Hund zu schnappen und ihn genau zu beobachten. Und ja, auch dazu, diese Beobachtungen direkt aufzuschreiben und so Teil des Arbeitsheftes werden zu lassen.
Die Kapitel sind nicht ausufernd, sondern kurz und präzise formuliert. Nach jedem Kapitel gibt Christiane Jacobs durch Links zu entsprechenden ausführlichen Artikeln auf die kostenfreie „Sprich Hund“ Webseite die Möglichkeit, sich noch tiefer zu dem jeweiligen Thema zu informieren. Diese
sind ebenfalls sehr lesens- und empfehlenswert.

Haptik und Optik

Die Haptik der Arbeitshefte ist sehr angenehm, die Optik ebenfalls. Farbfotos und Illustrationen runden die Erklärungen sehr gut und anschaulich ab. Ebenfalls toll fand ich, dass die Arbeitshefte in einem stabilen Umschlag geliefert wurden und nicht wie eine Zeitschrift lose mit der Post kam.
Probleme bei (Hunde-)Begegnungen sind in meinem Arbeitsalltag einer der häufigsten Gründe, warum ich konsultiert werde. Ich habe bis jetzt häufig darum gebeten, dass meine Kunden sich z.B. eine Liste erstellen, um ihre Beobachtungen zu protokollieren. Mit dem Arbeitsbuch “Hundebegegnungen“ von Christiane Jacobs kann man direkt loslegen und bekommt auch nochmal eine sehr gute und bildhafte Erklärung zu den jeweiligen Verhalten. Ich weiß, dass ich unseren Kunden das Arbeitsheft gerne ab sofort empfehlen werde. Das Arbeitsheft „Hunde verstehen“ ist meines Erachtens ebenfalls ein „Must have“, um seinen Hund besser kennen- und verstehen zu lernen. Und da wären wir wieder am Anfang dieses Artikels.

Fazit

Christiane Jacobs löst mit ihren Arbeitsheften nicht durch Zauberhand eventuell bestehende Probleme mit dem eigenen Hund. Aber sie hilft uns, ihn besser zu verstehen. Seine Bedürfnisse und Befindlichkeiten wahrzunehmen und auf sie einzugehen. Wenn wir das geschafft haben, können wir
der Beziehung zu unserem Hund eine neue Qualität verleihen.
Wie oft höre ich in meinem Arbeitsalltag den Satz „Mein Hund soll mir vertrauen.“ Ein bisschen Korinthenkackerei von mir, aber warum „soll“ er das? Wir Menschen müssen uns sein Vertrauen erarbeiten. Und dies beginnt bei einer respektvollen Kommunikation, wenn der Hund sich
verstanden fühlt, wenn er merkt, dass wir auch kleine Veränderungen wahrnehmen und auf sie eingehen, dann sind wir ein gutes Stück weiter im Aufbau von Vertrauen. Hier beginnt so viel. Ich denke, dass die Arbeitshefte Hundehaltenden wirklich dabei helfen können, ihren eigenen Hund
besser zu verstehen und ggf. Situationen neu einzuschätzen und vielleicht sogar pro-aktiv für ihn schwierige Situationen meistern können.
Ich bin sicher, wenn man sich der Herausforderung stellt, aktiv zu beobachten und zu beschreiben, wenn man sich überwindet, loszulegen, dann werden viele LeserInnen der Arbeitshefte wunderbare Aha-Momente erleben. Es macht Spaß, seinen Hund neu kennen zu lernen, sich gemeinsam einem Problem zu stellen und man ist stolz, wenn man Schritt für Schritt lösen kann.
Wer sich einen Trainingsplan nach „Schema F“ wünscht, wird ihn in den Arbeitsheften nicht finden.
Sie löst nicht unser Problem. Christiane Jacobs zeigt uns mit den Arbeitsheften, wie man angelt.

Hier kannst du, wenn du möchtest, die Arbeitshefte beziehen:
https://sprichhund.de/shop/

Bildquelle

  • Hey Fiffi