Eine Liebeserklärung an den Tierschutzhund! Hey Fiffi-Trainerin Dagmar Remmers ist begeisterte Tierschutz-Hundehalterin. Sie mag Überraschungspakete, aber sie ist sich auch bewusst, welche Herausforderungen auf sie warten könnten. Und dennoch würde sie immer wieder einen Hund aus dem Tierschutz zu sich nehmen. Ihre Gretel zeigt, wie es laufen kann.

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Das Überraschungspaket

Gretel2Was ich an Hunden so liebe; sie sind alle unterschiedlich und ob Tierschutzhund, gezüchteter Hund oder vermehrter Hund: Nie weiß man zu 100%, was man bekommt…und das ist auch gut so. Schließlich wissen wir bei der Geburt unserer eigenen Kinder auch nicht, ob wir ein ruhiges Kind oder ein Baby mit viel Bauschmerzen bekommen, das nicht durchschläft. Letztendlich haben alle ein gutes Zuhause verdient. Ein Zuhause, das die gegenseitigen Bedürfnisse berücksichtigt und in dem ein Lebewesen sich wohl und geborgen fühlen soll.

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Für mich steht fest: Ich werde mich immer wieder für einen Hund aus dem Tierschutz entscheiden. Nicht zuletzt, weil der Hund, der an meiner Seite lebt, ein wundervoller Botschafter dafür ist. Wir passen zusammen und tun uns gegenseitig gut. Meine Gretel kam mit ihrem Bruder Hänsel mit 1,5 Jahren aus Spanien und landeten auf dem Tierschutzhof Podencorosa, wo ich sie besucht und ausgesucht habe.

Information ist wichtig

So sehr mein Herz für Auslandshunde schlägt, so sehr möchte ich künftige Hundehalter aufrufen, sich gut über den Hund zu informieren. Denn wir wollen viele Jahre gemeinsam glücklich sein und das geht am Besten, wenn man sich vorher kennenlernt und/oder ich mir eine kompetente Person mit ins Boot hole. So sehe ich es als am Besten an, wenn der zukünftige Hund auf einer Pflegestelle, im Tierheim oder, wie bei mir, auf einem Tierschutzhof besucht werden kann. Das Kennenlernen und zu sehen, ob man zusammenpasst, ist ein wichtiger Schritt.

Steh zu deinem Hund!

Gretel3Falls man sich trotz allem aber in einen Hund verliebt, den man ausschließlich von Fotos, vom Video her kennt und von einer kurzen Beschreibung, dann ist man meiner Meinung nach verpflichtet, zu dem Hund zu stehen und das trifft leider nicht immer zu. Einige Adoptanten geben schnell auf und anderen sind lange unglücklich, weil der Hund, in den sie sich auf dem Foto verliebt haben, ganz anders ist, als man es sich in seiner Fantasie vorgestellt hat. Das soll nicht das Ziel sein. Das Ziel soll sein, dass Hund und Mensch miteinander glücklich werden.

Adoptionstexte

Adoptionstexte wie: “Warten schon lange sehnsüchtig”, “Keiner fragt nach mir”, “Bin ich etwa hässlich?“ … sollten uns nicht beeinflussen, entweder aus Mitleid, sich für den Hund zu entscheiden, noch gegen den Hund zu entscheiden, weil einen der Text nervt. Denn wir müssen bedenken: Die Tierschützer geben alles und Geschmäcker sind verschieden. Der Hund, der hinter dem Text steht, bleibt immer der gute Hund, der sehnsüchtig ein liebevolles und artgerechtes Zuhause sucht!

Fazit

Ich bin mit meinem Tierschutzhund sehr sehr glücklich und ich glaube, sie ist es auch mit mir. Sie ist ruhig, aber kann auch total wild sein, geduldig und manchmal macht ihr lernen viel Freude und manchmal hat sie eigene Ideen und Interessen. Sie chillt gerne mit mir und tobt gerne mit anderen Hunden, besonders mit denen, die ihr bekannt sind, weil sie die einschätzen kann und ihr Vertrauen geben. Sie ist allergisch auf viele Lebensmittel und ich habe mich darauf eingestellt. Und immer öfter glaube ich, dass ich bald in ganzen Sätzen mit ihr sprechen kann, weil wir uns verstehen und lieben.

Autorin

Dagmar Remmers HUNDEFREUDe

Bildquelle

  • Dagmar Remmers