Für viele ist Massage gleichbedeutend mit Streicheln. Und auch, wenn es  Massagegriffe gibt, die dem Streicheln ähneln, so ist Massage doch viel mehr als das. Bei der Massage handelt es sich um eine manuelle Therapieform, um eine Reiztherapie, die je nach Ausführung (Technik, Griff) zu unterschiedlichen Reaktionen des Körpers führt. Hey Fiffi-Trainerin Daniela Maletzki über die Massage beim Hund. 

Massage 1

Massage kann der Entspannung dienen und im Hundewellnessprogramm Anwendung finden, findet ihren Einsatz aber auch bei medizinischen Indikationen, zu  therapeutischen Zwecken, zum Beispiel während der Physiotherapie.

Beispiele für die Wirkungen der (Wellness-)Massage

  • Entspannung/Beruhigung
  • Verbesserung des Körpergefühls
  • Lockerung der Muskulatur
  • Senkung der Muskelgrundspannung (Vorsicht: nicht vor dem Sport, erhöhte Verletzungsgefahr)
  • Anregung der Durchblutung, des Lymphflusses
  • Entschlackung
  • Schmerzlinderung
  • Verbesserung der Bindung

Wellness für zu Hause

Eine Entspannungsmassage kann auch von dir selbst durchgeführt werden. Falls du dir unsicher bist wie das geht, lasse dir die Handgriffe von deinem  Hundephysiotherapeuten zeigen oder besuche einen Workshop zum Thema  “Hundemassage”. Mittlerweile gibt es viele Angebote in diesem Bereich. Ein paar Kleinigkeiten solltest du in jedem Fall beachten.

Vorbereitung

Du benötigst zunächst einmal ausreichend Zeit! Unter Zeitdruck und mit Blick auf die  Uhr gelingt keine Entspannungsmassage.
Schaffe eine Wohlfühlatmosphäre für dich und deinen Hund mit Kerzenschein, gedämpftem Licht, Entspannungsmusik oder was euch sonst gefällt.
Schalte das Handy aus (den Fernseher auch). Diese Zeit gehört nur dir und deinem  Hund.
Nimm eine für dich bequeme und entspannte Körperhaltung ein. Eigenes Unwohlsein und eigene Anspannung übertragen sich auf den Hund.
Lasse deinen Hund seine Position selbst wählen. Wird er immer wieder aufgefordert oder sogar dazu gezwungen, eine bestimmte Position einzunehmen, dann wird er sich nicht entspannen. Achte darauf, dass er es ausreichend warm und bequem hat.
Entspannung braucht Zeit. Es zählen nicht die Minuten, sondern wie diese ausgefüllt  werden.

Kontraindikationen

Wichtig: Unter bestimmten Bedingungen solltest du von einer Massage absehen.

  • Fieber
  • Entzündungen
  • Infektionskrankheiten
  • Offene Wunden, frische Verletzungen
  • Haut(pilz)erkrankungen, Ekzeme
  • Tumore/Krebserkrankungen
  • Frakturen
  • Herzerkrankungen
  • Blutungsneigung (blutverdünnende Medikamente)
  • Trächtigkeit

Massagegriffe

Es gibt eine Reihe verschiedener Massagegriffe und Techniken. Welche du wählst,  hängt davon ab, welche Wirkung du mit der Massage erzielen willst, aber auch davon,  was dir und deinem Hund am besten gefällt.
Grundsätzlich sollte die Massage langsam, ruhig und rhythmisch durchgeführt werden  und du solltest immer mindestens eine Hand am Hund haben.
Achte bitte während der gesamten Massage immer darauf, ob dein Hund Anzeichen  von Unwohlsein oder Schmerz zeigt.
Welche Griffe es gibt, wann und wie sie angewendet werden, erfährst du im nächsten  Artikel.
Die Massage wirkt übrigens nicht nur entspannend auf deinen Hund. Auch du wirst  feststellen, dass diese ruhige (vielleicht auch anfangs ungewohnte) Form der  Beschäftigung und des Zusammenseins mit deinem Hund deine eigene Ruhe und  Gelassenheit fördert.

Unser Film zur Hundemassage mit Hardy Keller ist aufrufbar über Hardys Profilseite.

Artikelreihe Massage:

Bildquelle

  • Daniela Maletzki